Viele wählen schon jetzt

Briefwahl im Trend

Ein landesweiter Trend macht auch vor der Dinkelgemeinde nicht halt: Viele Wähler möchten ihre beiden Kreuzchen schon vor dem eigentlichen Termin der Bundestagswahl machen. Sie entscheiden sich für die Briefwahl.

HEEK

, 05.09.2017, 17:45 Uhr / Lesedauer: 2 min
Laura Althoff, Verwaltungsfachangestellte, in der Wahlkabine, die im Bürgerbüro für Briefwähler zur Verfügung steht.

Laura Althoff, Verwaltungsfachangestellte, in der Wahlkabine, die im Bürgerbüro für Briefwähler zur Verfügung steht.

„Die Resonanz auf das Angebot der Briefwahl ist sehr groß in unserer Gemeinde“, sagt Angelika Kock vom Bürgerbüro im Gespräch mit unserer Redaktion. Zahlreiche Wahlberechtigte aus Heek hätten sich schon für diese Möglichkeit entschieden, um so an der bevorstehenden Bundestagswahl teilzunehmen.

Sie können dabei zwischen drei unterschiedlichen Wegen aussuchen: sich die Briefwahlunterlagen nach Hause schicken zu lassen, sie im Bürgerbüro abzuholen und mitzunehmen oder direkt im Bürgerbüro wählen – dort steht eigens für diesen Zweck eine Wahlurne bereit. Welchen Weg favorisieren die Heeker Briefwähler?

„Die meisten lassen sich die Unterlagen entweder nach Hause schicken oder nehmen sie mit nach Hause, um in Ruhe dort zu wählen“, sagt Angelika Kock. Sie hat darüber hinaus aber auch festgestellt, dass der Anteil der Briefwähler in diesem Jahr bei der Bundestagswahl in der Gemeinde Heek besonders hoch auszufallen scheint. „Ich schätze, dass die Briefwähler im Moment schon auf einen Anteil von 13 Prozent kommen“, sagt sie.

6308 Wahlberechtigte

Insgesamt zählt die Gemeinde Heek 6308 Wahlberechtigte, und so könnten bis zur Bundestagswahl am 24. September auch noch einige weitere Briefwähler hinzukommen. „Es sind noch gut zwei Wochen Zeit. Da könnte noch etwas gehen“, meint Angelika Kock. Fest steht jedenfalls, dass es einen Briefwahlbezirk in der Gemeinde Heek geben wird. Nur spekulieren lässt sich darüber, warum sich verhältnismäßig viele Heeker für eine Briefwahl entscheiden.

„Viele sind an diesem Sonntag schlichtweg nicht in der Gemeinde und wollen deshalb die Briefwahl nutzen“, hat Angelika Kock den Eindruck. Doch offiziell begründen muss niemand seinen Antrag auf Briefwahl, und so lassen sich die Motive dafür nicht wirklich nachhalten. Fest steht jedenfalls: Die Briefwahl erfreut sich landesweit einer immer größeren Beliebtheit bei den Wählern. Nicht selten gibt es schon jetzt Rekordmeldungen aus den Rathäusern.

Seit Jahren steigend

Zum ersten Mal hatten die Wähler in Deutschland übrigens bei der Bundestagswahl 1957 die Gelegenheit, die Briefwahl zu nutzen – jedoch nur in begründeten Fällen, etwa wenn der Wähler verreist oder erkrankt war. Seit 2008 ist dies auch ohne Begründung möglich. Umfragen zufolge könnte der Anteil der Briefwähler bundesweit sogar die 30-Prozent-Marke erreichen.

Wer am Wahlsonntag nicht persönlich wählen kann oder will, muss an seinem Wohnort persönlich oder schriftlich einen Wahlschein beantragen. Dies sollte möglichst früh geschehen, kann notfalls aber auch noch bis um 18 Uhr am Freitag vor der Wahl geschehen. In Ausnahmefällen wie einer nachgewiesenen plötzlichen Erkrankung ist es sogar am Wahlsonntag bis 15 Uhr möglich.

Rechtzeitig absenden

Der ausgefüllte Stimmzettel und der unterschriebene Wahlschein werden schließlich wieder an die Behörde gesandt. Der Bundeswahlleiter empfiehlt, den Brief mit der Post spätestens drei Werktage vor der Wahl abzusenden. Der Umschlag mit den Unterlagen kann auch direkt abgegeben werden.

Die Gemeinde ermöglicht es auch, online einen Antrag auf Briefwahl zu stellen: über einen Link auf der Gemeinde-Homepage.

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