Vorreiterrolle für das Jugendhaus Zak

Umbaumaßnahmen

In einer "kleinen Vorreiterrolle" sieht Heike Wermer die Gemeinde Heek mit dem Jugendhaus "Zak". Die Vorsitzende des Trägervereins Jugendwerk weiß, dass andere Kommunen neidisch in die Dinkelgemeinde schauen.

HEEK

15.04.2016, 18:57 Uhr / Lesedauer: 2 min
Das Jugendhaus „Zak“ dient seit zehn Jahren als zentral gelegener Treffpunkt für die Kinder und Jugendlichen aus Heek und Nienborg.

Das Jugendhaus „Zak“ dient seit zehn Jahren als zentral gelegener Treffpunkt für die Kinder und Jugendlichen aus Heek und Nienborg.

Ein erst zehn Jahre altes Gebäude, zwei fest angestellte Mitarbeiterinnen, dazu noch eine Bundesfreiwilligendienst-Stelle. Das "Zak" steht gut da. Und zum runden Geburtstag spendiert die Gemeinde noch 15000 Euro für Umbaumaßnahmen. "Wir sind schon ein wenig stolz darauf", sagt Heike Wermer. Trotz ihrer erst 27 Jahre steht sie dem Jugendwerk bereits seit 2009 als Vorsitzende vor. Mitglied im Jugendwerk ist sie sogar bereits seit 2004.

"Früher hatten wir in Heek und Nienborg zwei Jugendhäuser", erzählt Heike Wermer. Die wurden dann im "Zak" zusammengeführt. Die Lage zentral zwischen den beiden Ortsteilen hält sie für ideal. "Es ist wie ein kleines Juwel zwischen den Orten angesiedelt", findet Wermer. Durch die Lage ergibt sich aus ihrer Sicht ein Vorteil: "Das Ortsteildenken wird überwunden." Das werde auch noch durch die kirchlichen Aktivitäten unterstützt.

Gute Jugendarbeit

"So funktioniert gute Jugendarbeit", meint die gebürtige Ahlerin. Ein Grund für das gute Miteinander sei zudem, dass Parteipolitik im Jugendwerk keine Rolle spiele. Politische Scharmützel werden dort traditionell nicht ausgetragen. Außerdem sei bei allen die Bereitschaft da, beim "Zak" mit anzupacken. Das hätte sich schon vor zehn Jahren beim Bau gezeigt, als viele Gruppen halfen.

Das Jugendwerk funktioniert ähnlich einem Ausschuss. Die politische Gemeinde entsendet in die Mitgliederversammlung sieben Personen, die Kirchengemeinde Heilig Kreuz sechs und die Evangelische Kirchengemeinde ein Mitglied. Die Finanzmittel stellen Kreis, Gemeinde und Kirche.

Positive Haltung

Eine sehr offene und positive Haltung hat Heike Wermer bei den Menschen gegenüber dem Jugendhaus festgestellt. Vorbehalte gegenüber der Offenen Jugendarbeit gebe es nicht. Was sich die Jugendwerk-Vorsitzende jetzt noch wünscht, sind "mehr Berührungspunkte" zwischen allen Generationen.

So erhofft sich Heike Wermer, dass durch das "Jubiläum" ein weiterer Austausch zwischen den Generationen in Gang kommt. Das Jugendhaus soll nicht nur Kindern und Jugendlichen als Treffpunkt dienen, auch andere Gruppen könnten sich hier treffen.

Tag der offenen Tür

Wobei Wermer klarstellt, dass die Hauptaufgabe in der Offenen Jugendarbeit liege. So biete das "Zak" zwar eine Ferienbetreuung an, aber das dürfe nicht zu Lasten der eigentlichen Aufgabe und Öffnungszeiten führen, so die Vereinsvorsitzende.

Durch längere Schulzeiten sei ein Rückgang der Besucherzahlen festzustellen. Für viele, die kämen, sei das Jugendhaus aber "wie ein zweites Wohnzimmer". Durch noch mehr Kooperationen, zum Beispiel mit der Sekundarschule, sollen die Kinder und Jugendlichen früher Kontakt zum "Zak" bekommen. Doch im Mittelpunkt stehen zunächst einmal die Feierlichkeiten mit dem Tag der offenen Tür am 19. Juni. Das Fest wird - natürlich - von den Jugendlichen des "Zak" vorbereitet.

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