Wachstum bleibt möglich

Regionalplan

„Die Grenzen des Wachstums“ lautete 1972 eine Studie über die Entwicklung der Weltwirtschaft, die der Club of Rome in Auftrag gegeben hatte. Grenzen des Wachstums zeigt auch der Entwurf des Regionalplans auf, den die Bezirksregierung für die nächsten 15 Jahre fortschreiben will– allerdings wohl nicht für Heek.

HEEK

von von Sylvia Lüttich-Gür

, 01.04.2011, 17:32 Uhr / Lesedauer: 1 min
Einfahrt zum Gewerbegebiet Heek West

Einfahrt zum Gewerbegebiet Heek West

Er verweist auf den Demographiebericht hin, den die Gemeinde derzeit erstellen lässt. „Den machen wir zur Grundlage, welche Projekte wir überhaupt angehen.“ Schon jetzt steht für den Bürgermeister fest: „Wenn wir Bauland erschließen, dann immer nur in kleinen Abschnitten.“ Die Ausweisung großer Erweiterungsflächen gehöre der Vergangenheit an. Auch für die Gewerbelandentwicklung sieht der Bürgermeister ausreichend Perspektiven. Die gewerbliche Zukunft der Gemeinde führt nach Überzeugung der Bezirksregierung – und der Gemeinde selbst – in den Westen, genauer gesagt: nach Heek-West, dem boomenden Gewerbegebiet in unmittelbarer Nähe zur A 31. Für die nächste Erweiterungsrunde wird gerade ein Bebauungsplan aufgestellt. Zehn Hektar dahinter befinden sich bereits im Eigentum der Gemeinde und sind im Flächennutzungsplan als Gewerbeland dargestellt. Und auch die Fläche darüber hinaus – und genau um diese noch nicht in konkrete Beschlüsse gefassten Absichten geht es beim Regionalplan – kann sich der RP die nächsten angrenzenden Äcker vorstellen.

Die Erkenntnis, dass das Münsterland – entgegen der Entwicklung in den vergangenen Jahrzehnten – nur noch geringe Bevölkerungszuwächse erzielen wird, und sich der bisheriger Geburtenüberschuss zum Sterbefallüberschuss wandeln wird, war ein Anlass für die Fortschreibung des Regionalplans. Lieber nach innen zu verdichten als weitere – auch für die Landwirtschaft wertvolle – Freiflächen zu bebauen, ist ein Ziel der Planer.

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