Wegen Corona: Clemensmarkt auf Ringburanlage steht auf der Kippe

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Der Clemensmarkt auf der Ringburganlage in Nienborg genießt lokal hohes Ansehen. Die bunte Mischung macht das Event besonders. Doch in Zeiten der Corona-Pandemie wackelt die Veranstaltung.

Heek

, 31.10.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Infektionszahlen schnellen ungebremst in die Höhe. Die zweite Corona-Welle gehört längst zum Alltag. Stück für Stück sind deren Auswirkungen auch in Heek spürbar. Weniger bei den aktuell Infizierten, sondern vor allem was die Einschränkungen des öffentlichen Lebens betrifft. Jetzt wackelt auch der traditionsreiche Clemensmarkt am 16. November auf der historischen Ringburanlage.

Für viele Nienborger gehört es fest dazu, sich am Tag des Clemensmarktes – und nicht selten auch den Tag danach – frei zu nehmen. Das Event mit seinen Marktständen, westfälischen Frühstück, Bücherbasar und Festzelt genießt lokal hohes Ansehen. „Das hat schon echten Volksfestcharakter. Es ist einfach etwas ganz Besonderes“, bringt es Martin Mensing auf den Punkt.

Ein Festzelt wird es sicher nicht geben

Mensing gehört zu jenem Stammtisch, der das Festzelt betreibt. Jenem Ort, an dem sich die Nienborger nach dem Bummel über den Markt schon gerne ab den Mittagsstunden zum geselligen Beisammensein treffen. Aber ist das in der aktuellen Pandemie-Situation überhaupt möglich? „Nein, ist es nicht. Ein Festzelt wird es definitiv nicht geben“, stellt Martin Mensing klar.

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Aktuell arbeite der Stammtisch noch an einer alternativen Lösung, doch Mensing gibt sich realistisch: „Nach den jüngsten Entscheidungen von Bund und Ländern dürfte das natürlich fast unmöglich sein.“ Eine endgültige Entscheidung sei das aber noch nicht. „Wir sind im Austausch mit der Gemeinde“, so Mensing, der auch sagt: „Dass die Gesundheit aller vorgeht, steht außer Frage.“

Der Clemensmarkt, hier ein Bild aus 2016, genießt lokal hohes Ansehen. Viele Nienborger nehmen sich an diesem Tag extra Urlaub.

Der Clemensmarkt, hier ein Bild aus 2016, genießt lokal hohes Ansehen. Viele Nienborger nehmen sich an diesem Tag extra Urlaub. © Rupert Joemann

Musik- und Heimatverein streichen die Segel

So viel zum Festzelt. Doch wie sieht es mit der Teilnahme von Vereinen und den Markt-Beschickern aus. Musik- und Heimatverein haben angesichts der Pandemie beispielsweise schon mal die Segel gestrichen. Aber könnte der Krammarkt als solches überhaupt stattfinden? „Stand jetzt, sehe ich das kritisch“, bezieht Bürgermeister Franz-Josef Weilinghoff auf Anfrage Stellung.

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Wenngleich er sagt, dass ein reiner Markt mit Verkaufsständen beim Clemensmarkt auch nichts anderes als der Wochenmarkt in Heek sei. Und dieser findet aktuell auch (noch) statt. Kritisch sieht der Bürgermeister Alkoholausschank und eine Essensausgabe. Es gehe darum, sich in dieser Krisenzeit den geltenden Regeln entsprechend zu verhalten. „Es kann einfach nicht alles stattfinden.“

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Doch Fakt ist: Noch ist der Clemensmarkt seitens der Gemeinde nicht abgesagt. Klar ist derzeit nur, dass es kein Festzelt geben wird. Klar ist aber auch, dass bei alle dem, das möglicherweise noch geplant ist, das Ordnungsamt ganz genau hinschauen wird. Das hebt der Bürgermeister hervor. Ansonsten wird jetzt erst mal die weitere Entwicklung abgewartet.

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