Wegen Corona: Elisabeth Voss und Sarah Vortkamp richten Schnittstelle für Einkaufshilfe ein

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Die Corona-Pandemie zieht Tag für Tag größere Kreise. Besonders für ältere Menschen ist das Virus gefährlich. Und dennoch muss der Haushalt weiterlaufen. Darum gibt es jetzt Hilfe in Heek.

von Bernd Schäfer

Heek

, 20.03.2020, 04:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Corona-Krise hat den Alltag aller Menschen fest im Griff. Soziale Kontakte sollten auf ein Minimum reduziert werden. Doch wie es das mit dem Einkaufen? Gerade für ältere Menschen, die mit Blick auf das Virus zur Risikogruppe gehören? Alles, aber nicht einfach. Darum haben Elisabeth Voss und Sarah Vortkamp eine Hilfegruppe in der Dinkelgemeinde gegründet.

Besonders für ältere Menschen ist es derzeit nicht ungefährlich, in der Schlange an der Supermarktkasse zu stehen doch eins ist sicher: „Jeder Haushalt muss weiterlaufen.“ Das sagt Elisabeth Voss. Und weil sie das weiß, hatte sie gemeinsam mit Sarah Vortkamp die Idee, eine Schnittstelle für junge, fitte Menschen und Senioren aus Heek, Nienborg und Ahle einzurichten.

Die Gruppe existiert jetzt gut eine Woche

Seit Samstag (14. März) gibt es die Facebook-Gruppe „Corona-Hilfe in der Gemeinde Heek“ – und sie hat bereits über 460 Mitglieder. „Das ist eine Verantwortung, die wir alle haben und die wir jetzt durchziehen müssen“, beschreibt Sarah Vortkamp die Dringlichkeit, soziale Kontakte möglichst weit einzuschränken. Das gelte vor allem für Senioren und Menschen mit Vorerkrankungen, für die eine Ansteckung mit dem Corona-Virus lebensgefährlich werden kann.


Bislang haben sich bei Elisabeth Voss erst zwei Personen gemeldet, um Hilfe in Anspruch zu nehmen. Dabei sieht das auf der anderen Seite schon ganz anders aus: „Ich habe schon von 20 Menschen, die helfen wollen, die Telefonnummern erhalten“, freut sich Elisabeth Voss über die Solidarität in der Gemeinde.

Alles Möglichen Dinge können erledigt werden

Erledigt werden können nicht nur Einkäufe von Dingen des täglichen Bedarfs, sondern auch das Einlösen von Rezepten bei den Apotheken. „Die sind schon auf uns zugekommen“, sagt Elisabeth Voss. Schließlich sei auch dort nicht hundertprozentig auszuschließen, dass sich Kunden gegenseitig infizieren könnten.

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Bislang war es ruhig in der Gemeinde, aber gestern wurde auch hier die erste Infektion registriert – so schnell kann sich die Situation ändern. „Es reicht ja schon, wenn eine Familie plötzlich in Quarantäne muss, weil es einen Verdacht gibt“, wollen Voss und Vortkamp auf alles vorbereitet sein.

Wer die Einkaufshilfe in Anspruch nehmen möchte, kann sich täglich am besten zwischen 10 und 15 Uhr bei Elisabeth Voss unter (02568) 21 33 oder (0151) 15 29 01 29 melden. „Wenn wir keine Ausgangssperre haben wollen, müssen wir uns an die Vorsichtsmaßnahmen halten“, appelliert Sarah Vortkamp zum Schluss noch einmal an das Verantwortungsbewusstsein der Bürger.

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