Gottesdienste

Weihnachtsgottesdienste: Katholiken halten an Präsenzgottesdiensten fest

Es ist amtlich: Die evangelische Christus-Kirchengemeinde hat alle Weihnachtsgottesdienste abgesagt. Die katholische Kirchengemeinde Heilig Kreuz Heek nicht. Doch es gibt strenge Auflagen.
In der Gemeinde Heilig Kreuz Heek werden Weihnachtsgottesdienste stattfinden. Gottesdienste geben Trost, Hoffnung und Zuversicht, schreibt das Bistum Münster in einer Pressemitteilung. © Pixabay

Corona macht auch vor den Weihnachtsgottesdiensten keinen Halt. Darum hat die evangelische Landeskirche Westfalen am Dienstag ihren Kirchengemeinden empfohlen, bis zum 10. Januar auf Präsenzgottesdienste zu verzichten. Dieser Empfehlung folgt die evangelische Christus-Kirchengemeinde Ahaus.

Das bestätigt Pfarrer Frank Mönnig auf Nachfrage der Redaktion. Und damit ist auch eine Beteiligung für den ursprünglich geplanten ökumenischen Gottesdienst in Zusammenarbeit mit der katholischen Kirchengemeinde Heilig Kreuz Heek am 24. Dezember in der Halle des Reitvereins vom Tisch. „Wir haben uns komplett rausgezogen und folgen der Empfehlung der Landeskirche“, so Pfarrer Mönnig.

Bistum Münster gibt grünes Licht

Das betreffe auch alle Helfer, die für den ökumenischen Gottesdienst eingeplant waren. „Bis zum 10. Januar werden wir gar nichts machen.“ Dementsprechend auch nicht in der Magdalenenkirche Heek. Eine Entscheidung, die bei Pastoralreferentin Mechtild Sicking (Heilig Kreuz Heek) aber nicht auf Unmut stößt. „Wir akzeptieren diese Entscheidung und werden natürlich auch in der Zukunft weiter gut zusammenarbeiten.“

Das Bistum Münster hatte übrigens am Mittwoch grünes Licht für Weihnachtsgottesdienste gegeben, da Gottesdienste Trost, Hoffnung und Zuversicht geben würden. Alles natürlich unter Berücksichtigung strenger Abstands- und Hygienevorschriften. Bezogen auf Heilig Kreuz Heek heißt das auch: Für jeden Festgottesdienst, für jedes Krippenspiel und für jede weitere Veranstaltung ist eine vorherige Anmeldung über die Homepage der Kirchengemeinde notwendig.

Aktuell ist die Rechtslage so, dass Gottesdienste stattfinden dürfen. Laut Coronaschutzverordnung müssen die Gemeinden dabei aber den Mindestabstand sicherstellen, die Teilnehmerzahl begrenzen, die Teilnehmer zum Tragen einer Maske verpflichten, die Kontaktdaten erfassen und auf Gesang während des Gottesdienstes verzichten. An diese Regeln wird sich selbstverständlich auch die Gemeinde Heilig Kreuz halten.

Zwei Gottesdienste finden in der Reithalle statt

Zudem findet die Heilige Messe am 24. Dezember um 19 Uhr in der Halle des Reitvereins statt. Dort ist Platz für bis zu 200 Besucher mit ausreichend Abstand. Und auch der ursprünglich geplante ökumenische Gottesdienst um 17 Uhr in der Reithalle wird nicht ausfallen. Lediglich das Wort „ökumenisch“ wird gestrichen. „Wir haben beschlossen, den Gottesdienst stattfinden zu lassen“, sagt Pastoralreferentin Mechtild Sicking. Auch evangelische Christen seien natürlich herzlich willkommen.

„Im Moment müssen wir dafür viel organisieren , aber es sieht gut aus. Ich bin optimistisch, dass wir das am Ende schaffen werden“, so Mechtild Sicking. Und mit Blick auf den Gottesdienst um 17 Uhr in der Reithalle hat sie zugleich eine Bitte an aller Besucher.

„Es ist für uns eine Premiere ohne Generalprobe. Wir bitten um etwas Nachsicht, wenn nicht alles glatt läuft.“ Bezogen ist diese Aussage auf das geplante „moderne Krippenspiel“. Denn die Besetzung muss jetzt durch den Rückzug der Evangelen natürlich kurzfristig neu geregelt werden.

Ahaus, Heek und Legden am Abend

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