Weiter warten auf die Erleuchtung

Diskussion um Nienborger Kirche

Die Umsetzung des Beleuchtungskonzepts für den Burgbereich lässt weiter auf sich warten. Warum das so ist, fragen sich nicht nur die Heeker Politiker.

HEEK

13.12.2017, 18:23 Uhr / Lesedauer: 2 min
Weiter warten auf die Erleuchtung

Von mehreren Seiten ist die Kirche auf der Burg während der Probebeleuchtung Anfang des Jahres angestrahlt worden. Foto: Mareike Meiring © Mareike Meiring

Fast ein Jahr ist es her, dass in Nienborg die Kirche probeweise angestrahlt wurde. Seitdem stockt es bei der Umsetzung des Beleuchtungskonzepts. „Wir reden seit zweieinhalb Jahren darüber, und es brennt noch immer keine Lampe“, kommentierte Jörg Rosery (CDU) den Sachstand im Bauausschuss. „Warum dauert das so lange?“

In der Sitzungsvorlage hatte die Verwaltung noch einmal erläutert, dass das Konzept grundsätzlich förderfähig sei. Beigefügt war auch eine ausführliche Kostenschätzung der planenden Firma Elanko, die von rund 79.000 Euro für die Beleuchtung mehrerer Gebäude ausgeht. Entgegen der Ankündigung war ein Mitarbeiter der Firma aber nicht in der Sitzung, um das Konzept noch einmal vorzustellen.

Neuartige LED-Technik



Bauamtsleiter Herbert Gausling erläuterte, dass es sich bei der von der örtlichen Firma anvisierten LED-Technik um eine Technik handle, „die es so noch nicht lange auf dem Markt gibt“. Diese habe den gleichen Effekt wie die Natrium-Dampf-Leuchten, für die sich der Ausschuss noch nach der Probebeleuchtung Anfang des Jahres entschieden hatte.

Bürgermeister Franz-Josef Weilinghoff begründete die Dauer von der Idee bis zur Umsetzung zum einen damit, dass die Gemeinde für das Konzept Fördermittel abgreifen will. „Leader-Förderangelegenheiten lassen sich nicht auf die Schnelle erledigen“, sagte er. Würde man nicht darauf zurückgreifen, könne es wahrscheinlich schneller gehen. „Dann reden wir aber über größere Summen, die wir selbst stemmen müssen“, sagte Weilinghoff und plädierte für einen anderen Weg: „Ich würde anregen, die große Lösung zu wählen. Aber schneller sind wir dann nicht.“

Warten auf das Bistum



Zum anderen gebe es auch von der Kirchengemeinde noch kein klares „Go“ mit Blick auf die Sanierung sowie die Beteiligung an dem Konzept, da hier die Entscheidungen vom Bistum Münster getroffen werden. „Es ist immer noch nicht ersichtlich, wann die Sanierung startet“, so Weilinghoff.

Und noch etwas steht in der Schwebe: ob die betroffenen Privatpersonen mitmachen. Bei einer vergangenen Infoveranstaltung sei deren Reaktion „verhalten zurückhaltend“ gewesen, so Weilinghoff. Denn derzeit sei das Konzept noch schwer greifbar. „Unterhaltungskosten etwa waren damals noch kein Thema“, sagte der Bürgermeister.

Hermann-Josef Schepers (SPD) plädierte dafür, den Förderantrag nunmehr schnell auf den Weg zu bringen und dann noch einmal mit den betroffenen Leuten zu sprechen. Grundsätzlich können nach Angaben der Verwaltung auch Privatpersonen von einer Leader-Förderung profitieren.

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