Wunderschön und problematisch: Wie es mit der Linden-Allee im Düstermühlenweg weitergeht

mlzNatur

Sie ist ein Blickfang. Gerade jetzt im Herbst sieht sie wunderschön aus: die Linden-Allee im Düstermühlenweg. Doch sie bringt auch etliche Probleme mit sich. Nicht für alle gibt es Lösungen.

Heek

, 21.10.2019, 17:10 Uhr / Lesedauer: 2 min

Sie sind viele, viele Jahre alt. Sie prägen das Straßenbild. Und sie tauchen die Straße derzeit in ein herbstliches orange-gelb. Die Linden-Allee im Düstermühlenweg ist wunderschön. Doch die zahlreichen Bäume sorgen auch für Unmut und Probleme. Nicht erst seit gestern.

Denn im Herbst, wenn die Linden ihre Blätter abwerfen, sollen diese das ordnungsgemäße Ablaufen des Wassers in die betreffenden Einlaufgitter verhindern. In den Sommermonaten sei der Honigtau der Linden für die dort geparkten Autos von Nachteil, da dieser Lackschäden verursachen könne.

Anlieger stellen bei der Verwaltung einen brisanten Antrag

Auf diese Probleme machte Ende September ein Anlieger-Schreiben an die Gemeindeverwaltung aufmerksam. Und: An einigen Stellen haben die Wurzeln der Linden die Begrenzungssteine der Baumbeete sowie des Gehweges angehoben. Eine Ortsbegehung bestätigt dies. Nicht ungefährlich, schließlich kann man an diesen Stellen stolpern und stürzen.

Wunderschön und problematisch: Wie es mit der Linden-Allee im Düstermühlenweg weitergeht

An einigen Stellen auf dem rechten Gehweg haben sich die Platten durch das Wurzelwerk der Linden angehoben und stellen eine Stolperfalle da. © Till Goerke

Darum soll sich jetzt etwas tun. Wenngleich nicht so radikal, wie es die Anwohner in ihrem September-Schreiben eingefordert haben. Dort heißt es: „[...] stellen wir den Antrag auf Fällung der Linden [....].“ Denn nicht erst seit den allgegenwärtigen Klimaschutzdiskussionen ist das Fällen von Bäumen ein heikles Thema.

Viele Bäume mussten 2019 in der Gemeinde schon gefällt werden

Zudem war die Gemeinde bereits aufgrund des zweiten Trockensommers in Folge gezwungen, etliche andere Bäume – allen voran Buchen und Birken – fällen zu müssen, da diese „massive“ Schäden aufwiesen. Wenn möglich, sollen nicht noch viele weitere folgen. „Bäume sind ein sensibles Thema“, sagt Herbert Gausling von der Gemeindeverwaltung auf Nachfrage.

Wunderschön und problematisch: Wie es mit der Linden-Allee im Düstermühlenweg weitergeht

Auch die Randbegrenzungssteine der Baumbeete haben sich angehoben. Die betreffenden Beete sollen perspektivisch vergrößert werden. © Till Goerke

Dennoch sei es wichtig, dass die Stolperfallen verschwinden. Stichwort Verkehrssicherheit. Übrigens: Eine videotechnische Untersuchung des Regen- und Abwasserkanals ist bereits erfolgt. Schäden wurden dabei jedoch nicht festgestellt.

Die Stolperfallen sollen verschwinden

Zeit wird es allemal, die Stolperfallen zu entfernen. Immerhin war das Thema schon mehrfach Thema im Bauausschuss und bereits 2014 soll eine Anwohnerin auf die „Gefahr“ aufmerksam gemacht haben. „Wir werden die Sache angehen“, so Gausling, der zugleich anmerkt: „Es kann aber sein, dass wir dabei nicht alle Bäume erhalten können.“

Wunderschön und problematisch: Wie es mit der Linden-Allee im Düstermühlenweg weitergeht

Die Gemeindeverwaltung will zeitnah noch ein Gespräch mit den Anwohnern und den Gewerbetreibenden des Düstermühlenwegs suchen. © Till Goerke

Eine Einzelentnahme steht dementsprechend im Raum. Aber grundsätzlich, da waren sie im jüngsten Bauausschuss alle Mitglieder einig, soll der Allee-Charakter erhalten bleiben. Die Stolperfallen sollen aber zeitnah beseitig werden. Dies wäre unter anderem mit der Vergrößerung der betreffenden zwei Baumbeete möglich.

Viele Optionen sind für die Beetvergrößerung denkbar

Doch diesbezüglich gilt es noch einige Details zu klären. Wird auf Kosten der Beetvergrößerung der Gehweg verkleinert? Oder die Straße? Oder wird der Fußweg auf einer Seite komplett entfernt? „Da ist vieles denkbar. Wir werden noch zeitnah das Gespräch mit den Anwohnern und den Gewerbebetrieben suchen“, so Herbert Gausling.

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So oder so wären dies nur ein Arbeiten auf Sicht. Zumal noch nicht mal klar ist, ob die Arbeiten an eine externe Firma vergeben werden oder der Bauhof der Gemeinde die Arbeiten selbst übernehmen wird. Fakt ist aber, dass die Arbeiten in diesem Herbst oder im kommenden Frühjahr über die Bühne gehen sollen.

Möglichst viele Linden sollen erhalten bleiben

Und im Anschluss soll die gesamte Thematik rund um die Linden-Allee „größer angegangen werden“. Diese Worte wählte Bürgermeister Franz-Josef Weilinghoff in der jüngsten Bauausschuss-Sitzung. Wie dies aussehen kann, bleibt abzuwarten. Doch das Credo ist klar: Möglichst viele Linden sollen erhalten bleiben.

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