So sah es im Juni 2020 in der Straße Zum Kindergarten aus. Die Arbeiten sind mittlerweile abgeschlossen. Doch ein ursprünglich geplantes Detail fehlt an dieses Stelle bis jetzt. © Privat
Straßensanierung

„Zum Kindergarten“: Sanierung abgeschlossen – doch ein Detail fehlt

Die Sanierung der Straße „Zum Kindergarten“ im Ortsteil Nienborg ist abgeschlossen. Die Endabnahme ist erfolgt. Doch wer genau hinschaut, dem wird auffallen, dass ein geplantes Detail fehlt.

Im Juni 2020 ging nichts mehr auf der schmalen Straße „Zum Kindergarten“ im Ortsteil Nienborg. Der Abschnitt zwischen der Windmühlenstraße und Achter de Stadt wurde umfassend saniert. Einige Wochen war der Bereich für den Verkehr gesperrt. Und obwohl im Oktober 2020 die Endabnahme erfolgt, fehlt bis heute ein eigentlich geplantes Detail.

Zurück ging die Maßnahme auf einen Ratsbeschluss. Dieser beinhaltet zugleich auch den Ausbau beziehungsweise die Erneuerung der Windmühlen- und Schulstraße. Im Gesamtpaket sollen sich die Kosten auf rund 640.000 Euro belaufen. Gab es diesbezüglich eine Punktladung?

Abschlussrechnung liegt noch nicht vor

Das ist noch unklar, der Verwaltung liegt noch keine Abschlussrechnung vor. Und das trotz mehrfacher Aufforderung, wie Baumamtsleiter Herbert Gausling auf Anfrage wissen lässt. „Ich gehen aber davon aus, dass es grob im Kostenrahmen geblieben ist.“

Insgesamt ging die Sanierung zügig über die Bühne. Ausgeschrieben wurden die Arbeiten im Februar 2020. Ende Mai rückten die Bagger an, Ende Oktober war die Endabnahme durch die Gemeinde. Doch wer sich die ursprüngliche Planung in Erinnerung ruft, dem wird bei der Zufahrt von der Windmühelnstraße aus etwas aufgefallen sein. Ein Einbahnstraßenschild ist bisher nicht zu sehen.

Straße nur bedingt für Gegenverkehr geeignet

Dabei war das eigentlich geplant. Denn die Straße „Zum Kindergarten“ ist von der Breite nur bedingt für Gegenverkehr geeignet. Darum sollte mittels eines Einbahnstraßenschildes die Einfahrt nach der Sanierung nur noch von Achter de Stadt zulässig sein. Wie ist die Planänderung jetzt also begründet?

Der Bauamtsleiter bezeichnet es als „den pragmatischen Heeker Weg“. Heißt: Das Schild wurde nicht einfach vergessen, sondern bisher wurde darauf bewusst verzichtet. „Wir testen gerade, ob es auch ohne das Einbahnstraßenschild funktioniert.“ Das Verkehrsaufkommen sei nicht hoch und Beschwerden habe es bisher auch noch keine gegeben.

Es scheint also offenkundig auch ohne Reglementierung zu gehen. Kosten und Arbeit können so in kleinem Umfang eingespart werden. Wie lange die so genannte Testphase läuft, ist noch nicht klar. „Wir schauen einfach, wie es sich entwickelt“, so Herbert Gausling.

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