Zwei Millionen Euro für die Turnhalle der Kreuzschule

mlzTurnhalle Kreuzschule

Im Sommer geht es mit der Sanierung der Umkleidekabinen los. Anschließend soll die Turnhalle der Kreuzschule umfassend saniert und erweitert werden. Der Bauausschuss unterstützt die Pläne.

Heek

, 27.02.2019, 14:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Seit Ende 2016 ist die Doppelturnhalle der Kreuzschule Thema in verschiedenen Gremien der Gemeinde. Sie soll in den kommenden Jahren umfassend saniert und erweitert werden. In diesem Jahr beginnt der erste Bauabschnitt mit der Sanierung des Umkleidebereichs.

Dafür sind im Haushaltsplanentwurf 2019 bereits 120.000 Euro eingeplant. Finanziert werden diese aus dem Programm „Gute Schule 2020“. Im Jahr 2018 hatte die Gemeinde das jährliche Kreditkontingent von 123.096 Euro aus dem Programm für die Kabinen-Sanierung angespart. Dieses muss 2019 ausgegeben werden, um nicht zu verfallen. Beginnen sollen die Arbeiten noch vor den Sommerferien, um den Schulbetrieb nicht zu stark zu beeinträchtigen.

Doch die Kabinen-Erneuerung ist nur der erste Schritt zu einer modernisierten Mehrzweck-Turnhalle. Die Kosten für die Erweiterung der Halle um einen Multifunktionsraum mit Nebenräumen schätzt die Verwaltung auf rund 640.000 Euro. Noch nicht darin enthalten sind Kosten für einen Anbau von WC-Anlagen (93.500 Euro) und die für die Nutzung als Versammlungsstätte (90.000 Euro).

Sanierung wird teurer als geplant

Noch deutlich teurer wird die Sanierung der 40 Jahre alten Sporthalle. Hier erwartet die Verwaltung Kosten in Höhe von rund 1,25 Millionen Euro. Gegenüber den Kostenschätzungen aus den Jahren 2016 und 2017, die die Verwaltung eingeholt hatte, sei eine Kostensteigerung von 10 Prozent zu erwarten, heißt es in der Sitzungsvorlage des Bauausschusses. Insgesamt seien Gesamtkosten für das Bauvorhaben von fast zwei Millionen Euro zu erwarten.

Zur Finanzierung möchte die Verwaltung unter anderem Fördergelder aus dem Programm „Integrationspakt soziale Integration im Quartier NRW“ ausschöpfen. Doch obwohl die Bezirksregierung Münster das Projekt als grundsätzlich förderfähig einstufte, wurde der Förderantrag 2018 nicht berücksichtigt. 2019 soll es einen neuen Anlauf geben. Auch für eine energetische Sanierung der Sporthalle können möglicherweise noch Fördermittel genutzt werden.

Nutzung als Notunterkunft angeregt

“Die Sanierung ist absolut notwendig und von allen gewollt“, fasste Hermann-Josef Schepers (SPD) im Bauausschuss zusammen. Deshalb schlug er vor, über ein Maßnahmenpaket gesammelt abzustimmen. Der Ausschuss folgte dem Vorschlag und beschloss einstimmig fünf Empfehlungen an den Rat.

So soll die Verwaltung die Planungen finalisieren und einen Bauantrag für die gesamte Maßnahme stellen. Für die Planung sollen zusätzliche 120.000 Euro im Haushalt 2019 eingestellt werden. Begonnen wird mit der Sanierung der Umkleiden in diesem Jahr. Der Förderantrag an die Bezirksregierung soll erneut eingereicht werden.

Und für den Haushalt 2020 soll eine Verpflichtungsermächtigung in Höhe von einer Million Euro eingeplant werden, um im Falle einer Förderzusage mit der Umsetzung beginnen zu können.

Zusätzlich regte Susanne Weilinghoff (CDU) an, die Turnhalle auch für eine Nutzung als Notunterkunft in Katastrophenfällen herzurichten.

Schließlich seien dort bereits viele Voraussetzungen für ein Notfallzentrum gegeben. Zusätzlich werde etwa ein Anschluss für ein Notstromaggregat gebraucht. „Das nehmen wir gerne mit auf“, begrüßte Bürgermeister Franz-Josef Weilinghoff den Vorschlag. Bauamtsleiter Herbert Gausling erklärte, dass die technische Feinplanung erst später erfolge. Eine autarke Heizungsanlage sei aber bereits vorhanden.

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