Luca Dombrowski (vorne) ist einer der A-Jugendlichen, die neu zu den Senioren gestoßen sind. © Johanna Wiening
Fußball

Ein Neuzugang beim SV Herbern hat schon wieder aufgehört

Gleich sechs A-Jugendliche hat der SV Herbern zu Saisonbeginn in die erste Mannschaft hochgezogen. Doch noch nicht alle konnten sich bislang beweisen. Einer beendete seine Laufbahn sogar ganz.

Auf viele auswärtige Verpflichtungen hat der SV Herbern in dieser Saison verzichtet. Viel mehr haben sie stattdessen aus der eigenen A-Jugend junge Spieler in den Seniorenbereich hochgezogen. Gleich sechs Spieler kamen so dazu. Während ein Spieler bislang besonders herausstach, hat ein anderer seine Laufbahn als Fußballer bereits beendet.

Maximilian Berger sollte als vierter Torwart hinter Sven Freitag, Jens Haarseim und Leonhard Fenker langsam an den Seniorenbereich herangeführt werden. Im Gespräch erklärte Trainer Benjamin Siegert allerdings am Mittwoch, dass Berger für den SV Herbern nicht mehr auflaufen wird. „Er hat schon seit längerem Knieprobleme und sah seine Ausbildung in Gefahr“, so Siegert. Aus diesem Grund hat der junge Torwart sich entschieden, mit dem Fußball gänzlich aufzuhören.

Nicht der einzige ehemalige A-Jugendliche, für den es bislang nicht rund läuft. Auch Jost Hesselmann konnte bislang noch nicht angreifen, weil er sich im Training eine Sprunggelenk-Verletzung zugezogen hatte. „Das ist für ihn natürlich ein bisschen blöd jetzt gerade in der Anfangsphase“, meint Siegert.

Spieler sollen mehr sprechen

Insgesamt zeigt sich der neue Herberner Trainer aber zufrieden mit der Leistung der jungen Spieler. „Bis dato ist alles positiv, was sie zeigen.“ Natürlich sehe er noch Unterschiede zu den gestandenen Kräften, „man merkt, dass die noch anderes gewohnt sind“. Deshalb wolle man die jungen Spieler behutsam an den Seniorenbereich heranführen. Ein Kritikpunkt für Siegert ist beispielsweise, dass die Spieler zu wenig auf dem Platz sprechen: „Sie müssen noch lernen, dass das ein oder andere Wort lauter und schneller fallen muss.“

Bei einem Spieler scheint das schon mehr zu passen als bei den anderen: Luca Dombrowski: „Luca macht das schon ganz gut“, sagt Siegert. Zwar sei es noch zu früh, um irgendwen hervorzuheben. Dennoch sei der 18-Jährige bereits in der A-Jugend aufgefallen: „Schon da war er einer, der in der Viererkette hinten gut war.“

Doch genau dort trifft er auf großen Konkurrenzkampf, denn in der Abwehr ist der SV Herbern eigentlich stark besetzt. Siegert will Dombrowski aber keineswegs entmutigen: „Wir haben nicht zu viele und nicht zu wenige Abwehrspieler“, sagt er. Zwar sei der große Kader gut besetzt, aber es würde den Spielern auch Spaß machen, von den anderen gefordert zu werden. „Außerdem kann Luca wohl auch auf der Sechser-Position spielen“, meint Siegert. Wobei er sich selber ganz klar als Innenverteidiger sehe.

Über die Autorin
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1993 in Werne geboren. Habe Geschichte und Religionswissenschaften an der Ruhr-Uni Bochum studiert. Seitdem ich 15 bin bei Lensing Media: Angefangen in der Lokalredaktion Werne, inzwischen fast nur noch als Freie Mitarbeiterin in der Stadtredaktion Dortmund.
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Verena Schafflick

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