Durch eine neue wasserdurchlässige Kunststoffschicht kann man beim SV Herbern das ganze Jahr über draußen Tennis spielen. © SV Herbern
Tennis

Neue Tennisplätze des SV Herbern wecken großes Interesse in der Region

Ende Oktober waren die Umbauarbeiten für die neuen Tennisplätze auf der Anlage des SV Herbern abgeschlossen. Diese Modernisierung kommt nicht nur bei den vereinseigenen Tennisspielern gut an.

Mitte Oktober rückten beim SV Herbern die Bagger auf der Tennisanlage an, um von zwei der fünf Plätzen den Belag abzutragen. Knapp 14 Tage später waren die Umbaumaßnahmen vor Ort bereits abgeschlossen. Entstanden sind neue Allwetter-Plätze, die nicht nur im Sommer, sondern auch im Winter und nach schlechtem Wetter relativ schnell wieder bespielt werden können.

Machbar ist das durch einen wasserdurchlässigen Kunststoff, der von einer Olfener Firma unter der normalen Asche aufgetragen wurde. Im Altkreis Lüdinghausen sei man nun der erste Verein mit einer solchen Anlage, erklärt Rainer Steffen, Vorsitzender des SV Herbern. Möglich gemacht wurde dieser Umbau mit dem Förderprogramm „Moderne Sportstätten 2022“, durch das der Verein 60.300 Euro bekommt hat.

Positive Resonanz aus der Umgebung

Steffen hätte gerne noch mehr Plätze umgebaut, jedoch seien solche Anlagen fast doppelt so teuer wie die herkömmlichen Ascheplätze. Hinzu kommt auch die Tatsache, dass der SV Herbern durch das Förderprogramm nur eine begrenzte Summe an Geld hat. „Es gibt nun mal auch andere Projekte in der Umgebung. Und da denkt man an andere Sportarten und wird sich einig mit den Vereinen“, erklärt der Vorsitzende. Schlussendlich müsse eben auch die Sportfairness geboten sein.

Zwei der fünf Plätze wurden im Oktober modernisiert. © SV Herbern © SV Herbern

Auch wenn es am Ende „nur“ zwei Allwetter-Plätze geworden sind, sei die erste Resonanz sehr positiv. Nicht nur durch die vereinseigenen Tennisspieler, die im November die neuen Plätze bereits eingeweiht haben. Durch die Erlaubnis seitens des Landes NRW war der Outdoor-Sport zu zweit wieder möglich. Auch bei Vereinen aus der Umgebung, Tennislehrern sowie -spielern sei das Interesse an der Anlage und dem Konzept dahinter geweckt worden, weiß Steffen.

Einige Tennisspieler haben sich sogar für ein Probejahr im Verein entschieden, um die guten Rahmenbedingungen vor Ort zu nutzen. „Dass wir nicht alle Spieler behalten können, wissen wir. Aber es geht ja auch darum, dass die Menschen, die bei uns Tennis spielen, das nach außen transportieren.“ So könne man einen größeren Bekanntheitsgrad in der Region erfahren. Und möglicherweise den Abwärtstrend im Tennissport durch die neuen Plätze ein wenig aufhalten und wieder ansteigende Zahlen generieren.

Neue Erfahrungen für Tennisspieler des SV Herbern

Im Verein ist man grundsätzlich stolz darauf, dass die ganze Umsetzung des Projekts so schnell vorangegangen ist und die Zusammenarbeit mit dem Tennis-Bauunternehmen „Sportgas“ so gut funktioniert hat. „Mit den neuen Plätzen können die Spieler viele neue Erfahrungen machen, da sie sonst ja bis April in den Hallen und nicht auf Asche spielen“, erklärt Rainer Steffen. Somit habe man in der Saisonvorbereitung auch einen Vorteil anderen Tennisspielern gegenüber.

Durch den ganzen Umbau will man beim SV Herbern aber auch den Fußball und das Tennis ein wenig zusammenbringen. In Planung sei deswegen ein Fußballtennisturnier auf den zwei neuen Plätzen im kommenden Jahr als eine Art Einweihung. „Das soll dann eine Dorfmeisterschaft werden, bei der hoffentlich einige Leute vorbei kommen. Und vielleicht bleiben manche von ihnen dann auch bei uns hängen“, erklärt Rainer Steffen.

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