FCB-Stürmer Robert Lewandowski kann an diesem Wochenende die historische 40-Tore-Marke von Gerd Müller knacken. © dpa
Fussball

Vor Torrekord: Für Jussef Saado ist Robert Lewandowski ein „absoluter Ausnahmespieler“

Robert Lewandowski sucht seit Jahren seines Gleichen im Fußball. 2020 wurde er zum Weltfußballer gewählt. Nun steht er kurz davor, den 40-Tore-Rekord von Gerd Müller zu knacken.

Seit 49 Jahren konnte nie jemand an ihm vorbei ziehen. In der Saison 1971/72 stellt Gerd Müller, Spitzname: „Bomber der Nation“, den 40-Tore-Rekord in der Bundesliga auf. Die Marke hat niemand geknackt – bislang. Denn nun steht ein weiterer Stürmer des FC Bayern München kurz vor einem neuen Rekord: Robert Lewandowski.

39 Tore hat er bislang geschossen, zwei Spieltage sind in dieser Saison noch zu spielen. Zeit genug also, den Müller-Rekord zu untergraben. Das glaubt auch Jussef Saado, Offensivspieler des Werner SC: „Ich gehe davon aus, dass er das dieses Wochenende schafft.“

Jussef Saado ist Offensivspieler beim Werner SC und Fan des FC Bayern München. © Johanna Wiening © Johanna Wiening

Eine historische Marke – und für Saado der Beweis, dass Lewandowski nicht irgendein Stürmer ist: „Das zeigt ja schon die Tatsache, dass das so lange niemand gemacht hat. Lange haben die Stürmer eher so um die 20 Tore geschossen. Erst seit Lewandowski geht es wieder an die 30 Tore.“ Was der polnische Stürmer diese Saison geleistet hat, sei für Saado außergewöhnlich.

Da gönnt der Bayern-Fan dem 32-Jährigen auch den Rekord, auch wenn es ein bisschen weh tut: „Man sieht das schon mit einem weinenden Auge“, sagt er. Schließlich sind Gerd Müller und sein Rekord beim FC Bayern München eine Legende. „Aber andererseits, wer so viele Tore schießt, der hat es auch verdient.“

Dass ein Spieler es schafft, so viele Tore in der höchsten Liga Deutschlands zu schießen, ist für Saado außergewöhnlich: „Er ist ein absoluter Ausnahmespieler. Im Sturmzentrum gibt es vielleicht zwei weitere Leute weltweit, die so gut sind wie er.“ Wie er sich seit seinem Wechsel von Borussia Dortmund weiterentwickelt habe, sei für ihn „echter Wahnsinn“, so der Offensivspieler des WSC. Zumal er auch nicht glaubt, dass Lewandowski am Ende angekommen ist.

Es wären noch mehr Tore möglich gewesen

Ob er dann seinen eigenen Rekord nochmal einstellt? „Möglich ist alles, aber nochmal so eine Saison wird schwierig. Es wird auf jeden Fall eine harte Aufgabe für ihn“, meint Saado. Er glaubt aber auch, dass Lewandowski der Videoschiedsrichter zugute kam: „Sie haben schon den ein oder anderen Elfmeter bekommen, den sie sonst nicht bekommen hätten.“ Andererseits habe Lewandowski diese Saison auch nicht alle Spiele gespielt, wodurch er eigentlich noch mehr Tore hätte schießen können.

Wie es ist, so viele Tore zu schießen, weiß Jussef Saado aus eigener Hand. In seiner Zeit in der Kreisliga hat er unter anderem 35 Tore geschossen. Ob ihm das nochmal gelingt? „Ich würde es gerne machen“, sagt er mit einem Grinsen. Allerdings spielen hierbei viele Faktoren eine Rolle: „Zum einen braucht man eine Topmannschaft, weil alleine schafft man gar nichts. Zum anderen kommt die Liga halt dazu. In der Landesliga ist das schon schwieriger.“

Über die Autorin
Freie Mitarbeiterin
1993 in Werne geboren. Habe Geschichte und Religionswissenschaften an der Ruhr-Uni Bochum studiert. Seitdem ich 15 bin bei Lensing Media: Angefangen in der Lokalredaktion Werne, inzwischen fast nur noch als Freie Mitarbeiterin in der Stadtredaktion Dortmund.
Zur Autorenseite
Verena Schafflick