Die Kita Mirjam am Hoveloh hat am Montag (12. Oktober) Richtfest gefeiert. Ende Juli 2021 soll die Kita in Ascheberg bezugsbereit sein. © Eva-Maria Spiller
Kita in Ascheberg

2290 Quadratmeter: Mirjam-Kita am Hoveloh soll Juli 2021 bezugsbereit sein

Wo heute noch Sand liegt und Baumaschinen stehen, sollen ab Ende Juli 2021 vier Gruppen der Mirjam-Kita am Hoveloh in Ascheberg einziehen können. Die Gemeinde hatte am Montag zum Richtfest geladen.

Ein Richtfest der etwas anderen Art: Wo eigentlich ein Schnaps auf den Rohbau eines neuen Gebäudes getrunken wird und der Bauherr symbolisch den letzten Nagel in einen Holzbalken schlägt, herrschte am Montagvormittag Corona-Abstand an der frischen Luft am Hoveloh 5 – dem Entstehungsort der 10. Kita in der Gemeinde Ascheberg, der vierzügigen Mirjam-Kita. Dazu waren neben Noch-Bürgermeister Dr. Bert Risthaus, dem Investor Friedhelm Weber, dem Bauträger BIB Baackmann Immobilien und Bauträger GmbH aus Laer auch die Kita-Kinder und Nachbarn zusammengekommen.

„Vor 138 Tagen standen hier noch die Bagger“, sagte Frederick Baackmann, Geschäftsführer vom Bauträger-Unternehmen. Auf dem 2290 Quadratmeter großen Grundstück in dem Wohngebiet entsteht eine zweigeschossige Kindertagesstätte mit 744 Quadratmetern Nutzfläche sowie einem Außenbereich von 1300 Quadratmetern. Zwei Gruppen wird es für Kinder unter 3 Jahren geben, zwei für über Dreijährige. Jeweils zwei Gruppen werden im Unter- sowie im Obergeschoss untergebracht. Hinzu kommen Mehrzweck- und Sportraum.

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Richtfest der Mirjam-Kita am Hoveloh in Ascheberg

Nachnutzung der Kita am Hoveloh sieht Wohnraum vor

Zweigeschossig wurde hier aus zwei Gründen gebaut: Zum einem, um die Außenfläche für die Kinder durch einen größeren, eingeschossigen Bau nicht unnötig zu minimieren. Zum anderen wurde das Gebäude mit der Nachnutzung „Wohnraum“ entwickelt, sollte die Kita einmal aufgegeben werden müssen. Aus diesen Grund wird auch ein Aufzug in die Kita eingebaut.

Ende Juli 2021, so der derzeitige Plan, soll die Kita eröffnet werden können. Die bisher provisorisch untergebrachten drei Gruppen – zwei in der Profilschule und eine in der ehemaligen Tagesstätte der Caritas am Rathaus – sollen dann gemeinsam mit einer weiteren Gruppe in das neue Gebäude einziehen können.„Ich hoffe, dass der Rest gut voranschreitet“, sagt Baackmann. Denn nicht nur, aber auch wegen der Corona-Pandemie könne man nicht alle Unwägbarkeiten voraussehen. Das Unternehmen sei stolz auf das Gebäude, das sich auch optisch in das bestehende Wohngebiet einfüge.

„Wir kommen in den Genuss, dass wir dem Gebäude jeden Tag beim Wachsen zusehen können“, sagt die evangelische Pfarrerin Angelika Ludwig. Träger der neu entstehenden Kita ist der Trägerverbund der Tageseinrichtungen für Kinder des evangelischen Kirchenkreises Münster. „Wir freuen uns, dass das Gebäude in einem Jahr mit Leben gefüllt sein wird“, so Ludwig.

Risthaus: „Die Nachfrage nach Kitaplätzen ist ungebrochen“

„Die Nachfrage nach Kitaplätzen ist ungebrochen“, sagt Bürgermeister Dr. Bert Risthaus, der Bauträger, Bauherr und evangelischer Kirche zuvor mit je einer Flasche Wein zum Richtfest gratuliert hatte. Die Mirjam-Kita ist die zweite im Wohngebiet rund um die Straße Hoveloh. Bei der Entstehung der Mirjam-Kita habe man die Gemeinde und das Umfeld der Nachbarn mit eingebunden, so Risthaus. Die neue Mirjam-Kita werde ein schönes Zuhause für die Kinder. Denn dies sei eine Notwendigkeit und sei durch die Bundeszahlen zu fehlenden Kitaplätzen deutschlandweit vom Wochenende noch einmal verdeutlicht worden. Das Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW) hatte diese Zahl am Wochenende auf 342.000 beziffert.

Derzeit sei schon die elfte Kita der Gemeinde Ascheberg in Planung, die Kita „Grashüpfer“, die neben der bereits bestehenden Kita an der Rettungswache gebaut werden soll (Herberner Straße 32b), so Risthaus weiter. Noch sei unklar, ob der Bau dieser Kita noch in diesem Jahr beginnen könne. „Wir hoffen es“, sagt Risthaus. 15 Monate später könnte dann auch Kita Nr. 11 bezugsbereit sein.

„Im Moment haben alle Kinder einen Platz in der Gemeinde“, sagt Risthaus. Bei den ab Zweijährigen sei die Gemeinde schon in der Vollversorgung, bei den Einjährigen sei man auf dem Weg dorthin. Im vergangenen Jahr habe die prozentuale Abdeckung bei rund 50 Prozent gelegen. Und dieser Wert steige.

Über die Autorin
Redakteurin
Gebürtige Münsterländerin, seit April 2018 Redakteurin bei den Ruhr Nachrichten, von 2016 bis 2018 Volontärin bei Lensing Media. Studierte Sprachwissenschaften, Politik und Journalistik an der TU Dortmund und Entwicklungspolitik an der Philipps-Universität Marburg. Zuletzt arbeitete sie beim Online-Magazin Digital Development Debates.
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Eva-Maria Spiller

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