52 Mädchen und Jungen wollen zur Marien-Schule

Nur zwei Eingangsklassen

52 Jungen und Mädchen wollen zum kommenden Schuljahr im Sommer 2013 auf die Marien-Grundschule wechseln. Diese würde damit nur zweizügig starten. Das werde laut Hauptamtsleiter Alexander Ruhe auch der Standard der nächsten Jahre sein.

HERBERN/DAVENSBERG

von Von Jörg Heckenkamp

, 11.11.2012, 19:24 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Marien-Grundschule startet zum Schuljahr 2013/2014 wohl nur mit zwei Eingangsklassen.

Die Marien-Grundschule startet zum Schuljahr 2013/2014 wohl nur mit zwei Eingangsklassen.

Bereits der aktuelle i-Männchen-Jahrgang reichte nur für zwei Eingangsklassen: 46 Kinder hatten sich gemeldet. Im Jahr zuvor konnte die Marien-Grundschule bei 62 Lernanfängern noch einmal dreizügig starten. Das gehört nun der Vergangenheit an. "Denn die Prognosen für die nächsten Jahre gehen von i-Männchen-Zahlen aus, die in Herbern nur für eine Zweizügigkeit reichen", so Alexander Ruhe: "Von einer Dreizügigkeit müssen wir uns verabschieden." Nicht um Zwei- oder Dreizügigkeit geht’s es bei der Grundschule in Davensberg, sondern ums nackte Überleben. Mittwochabend kamen aus dem Landtag in Düsseldorf allerdings Signale, die einen Fortbestand der Einrichtung, die als Filiale der Ascheberger Lambertus-Schule läuft, grundsätzlich ermöglichen (wir berichteten). Ursprünglich sah das Schulgesetz vor, dass eine Schule mit mehreren Standorten die gleichen Voraussetzungen in allen Filialen schaffen muss. In Davensberg sind die Schüler wegen der geringen Anmeldezahlen zu jahrgangsübergreifenden Verbünden zusammengefasst, in Ascheberg nicht.

Nun modifizierte der Gesetzgeber diese Vorgaben. Es wäre künftig möglich, in Davensberg jahrgangsübergreifend von Klasse eins bis vier zu unterrichten, in Ascheberg nicht. "Aber", schränkt Hauptamtsleiter Ruhe ein, "das ist kein Selbstläufer. Das müssen wir bei der Bezirksregierung in Münster beantragen und genehmigen lassen." Bis es soweit ist, müssen allerdings alle Beteiligten ihre Hausaufgaben machen. Sprich, unter anderem ein pädagogisches Konzept vorlegen. Die Schul-Gremien befassen sich laut Ruhe gerade mit dieser Thematik. Anschließend sollen interfraktionelle Gespräche der Politik stattfinden, bevor eine Grundsatz-Diskussion am 4. Dezember in der Sitzung des Schulausschusses auf der Tagesordnung steht.

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