Abschied von Bürgermeister Dieter Emthaus

Feierstunde

ASCHEBERG Dass eine "Erfolgsgeschichte"- so die stellvertretende Bürgermeisterin Maria Schulte-Loh - am Freitag zu Ende ging, das war in jeder Rede spürbar, die zum Abschied von Bürgermeister Dieter Emthaus gehalten wurde. Und es war der Verabschiedete selbst, der das Rezept für diese "Erfolgsgeschichte" verriet.

von Von Wolfgang Gumprich

, 30.10.2009, 20:45 Uhr / Lesedauer: 1 min

Vor den rund 100 Gästen in der Aula der Fontane-Schule zählte Emthaus seine Lebensmaximen auf: "Immer sich selbst bleiben im Reden und Handeln, die Bodenhaftung nicht verlieren, es nicht jedem Recht machen (können), den Bürger ernst nehmen, spüren, was ihn bewegt". Er habe sich nie als "der große Macher" gesehen, sondern er fühle sich als erster Bürger und erster Diener der Gemeinde.Dank an die Mitarbeiter der Verwaltung Großen Dank schulde er den Mitarbeitern in der Verwaltung für ihre Vorschläge, Impulse, Anregungen, sie seien die Basis für den Erfolg gewesen. Emthaus wörtlich: "Ich hoffe, ich habe Spuren in der Gemeinde hinterlassen".Persönliche Worte

Die zählte Maria Schulte-Loh auf: Mit dem Namen Emthaus seien das Gemeindeentwicklungskonzept 2010 ("vitale Gemeinde"), die Zusammenlegung der Rathäuser, die großen Investitionen in Schulen und die Feuerwehr, das Einzelhandelskonzept, die kommunale Energieversorgung ("Stadtwerke Münsterland") verbunden. Schulte-Loh, die sich anfänglich mit seiner Art schwer tat, lobte in ihrer sehr persönlichen Rede sein klares ehrliches Wort, seine breite Kompetenz und seine persönliche Bescheidenheit und dankte ihm für die vertrauensvolle Zusammenarbeit."Bürgermeister aller Ascheberger"

Emthaus sei der "Bürgermeister aller Ascheberger" gewesen, stellte Hans-Werner Schlottbohm (UWG) fest, Ludger Wobbe (CDU) lobte, dass Emthaus ein "ordentlich bestelltes Haus" hinterlasse, Harald Kastner (SPD) blickte auf "erfolgreiche zwölf Jahre" zurück und Jochen Wismann gestand, dass die FDP mit ihm gerne die Profilschule und die Rekommunalisierung umgesetzt hätten.Steuerrad als Geschenk für Nachfolger Dr. Bert Risthaus

Emthaus verabschiedete nach fast 50 Dienstjahren Hauptamtsleiter Antonius Thimm und dankte für dessen "engagiertes und erfülltes Berufsleben zum Wohle der Gemeinde". Seinem Nachfolger Dr. Bert Risthaus überreichte Emthaus ein Steuerrad, "damit Sie zielstrebig den richtigen Weg verfolgen"; Risthaus bedankte sich bei Emthaus: "Der Respekt, den Bürgermeister Emthaus in der Bevölkerung hat, bleibt mir der Maßstab."

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