„Am Haselbüschken“ in Herbern: Ausbau des Weges soll geprüft werden

Politischer Beschluss

Die Verwaltung soll den Ausbau der Straße „Am Haselbüschken“ prüfen. Das hat der Bauausschuss der Gemeinde Ascheberg beschlossen. Letztlich ging es auch hier wieder um die Profilschule.

Herbern

, 01.02.2019, 17:01 Uhr / Lesedauer: 2 min
„Am Haselbüschken“ in Herbern: Ausbau des Weges soll geprüft werden

Die Verwaltung soll den Ausbau der Straße „Am Haselbüschken“ prüfen. Das hat der Bauausschuss der Gemeinde am Donnerstagabend beschlossen. Die Breite der Straße lasse keinen Begegnungsverkehr zu, ohne dass Autos auf die Bankette geraten. © Jörg Heckenkamp (Archiv)

Der Bauausschuss am Donnerstagabend (31. Januar) war lang – die Diskussion um einen Antrag der CDU fast schon quälend lang. Letzten Endes nutzte Klaus van Roje, Fachbereichsleiter Bauen und Wohnen, diesen Tagesordnungspunkt, um auf einen exakten Zeitplan für die Profilschulplanungen hinzuweisen.

Kritik von SPD und UWG

Alles fing damit an, dass die Christdemokraten an diesem Abend den Ausbau des Weges „Am Haselbüschken“ sowie den Ausbau der Altenhammstraße (bis zur Einmündung Bakenfelder Weg) beschließen wollten. Kurzfristig hatte die CDU ihren Beschlussvorschlag noch einmal geändert: Der Ausbau der Straßen „soll angestrebt werden“.

Damit stieß die Partei auf Unverständnis in der Runde, hätte die CDU doch seinerzeit nicht der Umgehungsstraße zugestimmt. „Hätten Sie zugestimmt, hätten wir diese ganzen Probleme jetzt nicht“, sagte etwa Elmar Hammwöhner von der SPD, während sich Wilfried Meyer-Laucke von der UWG an Formulierungen störte: „Bevor wir den Ausbau beschließen, beschließen wir lieber, dass wir uns mal kundig machen.“ Man einigte sich schließlich darauf, den Ausbau der Straßen „zu prüfen“.

Anwohner: Straßen am Limit

Das Thema war erst in der vergangenen Woche während der Bürgerinformationsveranstaltung zur Profilschule aufgekommen, als Anwohner darüber geklagt hatten, dass die „winzig kleinen Straßen“ schon jetzt am Limit seien, obwohl viele Kinder der Profilschule mit dem Fahrrad zur Schule kämen.

Man sorgte sich darüber, dass mit dem Wegzug der Profilschule nach Ascheberg und dem sich dann anschließenden Umzug von Marienschule und Kita „Abenteuerland“ zahlreiche Eltern hinzukämen, die ihre Kinder – wenn es soweit ist – mit dem Auto an der Altenhammstraße absetzen würden.

„Durch die Bürgerinfo wurde das auf einmal in einen Zusammenhang gebracht“, sagte Klaus van Roje am Donnerstagabend. Allerdings seien das zwei verschiedene Projekte. Man wolle „Am Haselbüschken“ ohnehin nicht erst nach 2024 angehen.

„Bis Herbst 2022 passiert in Herbern gar nichts.“
Klaus van Roje, Fachbereichsleiter Bauen und Wohnen

2024 – das ist das Jahr, an dem die Genehmigung für das Kita-Provisorium „Auf den Äckern“ ausläuft. Für die nächsten fünf Jahre stellte van Roje sodann einen Zeitplan auf. Kernpunkt: „Bis Herbst 2022 passiert in Herbern gar nichts.“

Man werde frühestens im Herbst 2020 anfangen, in Ascheberg zu bauen; der Gutachter gehe von einer zweijährigen Bauzeit aus, in Herbern von einer einjährigen Bauzeit. Im Herbst 2023 könnte man die Marienschule in den dann ehemaligen Herberner Standort der Profilschule überleiten und das Grundschulgebäude vornehmlich zur Kita werden lassen.

Ein strikter Plan – bei dem sich Politik und Verwaltung immerhin einig sind, was das „Problemfeld Verkehrsbelastung“ angeht. Der Antrag der CDU sei in diesem Zusammenhang ein reiner Prüfauftrag.

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