Ein 27-Jähriger führt die CDU Ascheberg: Maximilian Sandhowe hat klare politische Ziele

mlzCDU-Gemeindeverband

Die Verjüngungskur des CDU-Gemeindeverbandes schreitet voran. Maximilian Sandhowe ist mit 27 Jahren neuer Vorsitzender. Speziell für Herbern hat er zwei konkrete Anliegen.

Herbern, Ascheberg

, 07.04.2019, 10:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Für Maximilian Sandhowe ist es der nächste Schritt seiner noch jungen Politiklaufbahn: die Wahl zum Vorsitzenden des CDU-Gemeindeverbandes Ascheberg. 49 von 54 Wahlberechtigten stimmten Ende März bei einer Gegenstimme für den 27-jährigen Ascheberger. Er tritt damit nach acht Jahren die Nachfolge von Dietmar Panske an, der inzwischen Landtagsabgeordneter ist.

„Ich bin sehr froh über das mir entgegengebrachte Vertrauen. Das ist eine große Ehre“, so Sandhowe. Und obwohl ihm durch dieses Amt eine Menge politische Verantwortung übertragen wurde, wirkt der 27-Jährige im Gespräch mit unserer Redaktion entspannt und fokussiert.

Unmittelbare Ergebnisse auf kommunaler Ebene

„Hier ist meine Heimat, hier kann ich etwas mit den Menschen zusammen bewegen.“ Das sei es auch, was für ihn den Reiz an der politischen Tätigkeit ausmache. Sich über Dinge, die nicht optimal liefen, Gedanken zu machen und im Dialog nach Lösungen zu suchen. „Auf der kommunalen Ebene sieht man unmittelbar die Ergebnisse.“

„Auf der kommunalen Ebene sieht man unmittelbar die Ergebnisse.“
Maximilian Sandhowe

Mit Beginn des Studiums (Geschichte/Politik) startete parallel Sandhowes politisches Engagement für die CDU. „Da war ich Anfang 20. Das Interesse an Politik war aber schon immer irgendwie da.“ Am Anfang seien es kleine Aufgaben gewesen, die auf der Agenda gestanden hätten. „Dazu gehörte auch das Aufhängen von Wahlplakaten oder das Aufbauen von Wahlständen.“ Er war zudem Mitglied in der Jungen Union.

Verjüngung des CDU-Gemeindeverbandes

Dinge, die den 27-Jährigen aber nicht abschreckten – im Gegenteil. „Hier im Gemeindeverband werden auch wir jungen Leute ernst genommen. Herr Panske hat sich sehr um uns Nachwuchskräfte gekümmert.“ Sicherlich darin begründet, dass sich Dietmar Pankse während seiner Amtszeit als Vorsitzender die Verjüngung des CDU-Gemeindeverbandes auf die Fahne geschrieben hatte.

„Ich möchte junge Menschen für die Politik begeistern.“
Maximilian Sandhowe

Mit Blick auf Sandhowes Vertreter Alexander Sparding (23) und Johannes Wienecke (22) scheint die Verjüngungskur, zumindest in der Spitze des Gemeindeverbandes, vollzogen zu sein. „Diesen Weg weiterzugehen, ist auch mein persönliches Ziel. Ich möchte junge Menschen für die Politik begeistern“, sagt Sandhowe.

Kompromissbereitschaft als elementare Voraussetzung

Das müsse, führt er aus, nicht zwangsläufig direkt in einen Parteibeitritt münden. „Wichtig ist ein lockerer Rahmen, in dem sich junge Leute so engagieren können, wie es ihnen auskommt.“ Auf die Frage, was man denn mitbringen müsse, um ein guter Politiker zu sein, überlegt Maximilian Sandhowe einen kleinen Moment. „Ich denke, Kompromissbereitschaft ist ganz wichtig. Wenn man etwas erreichen will, darf man nicht stur auf seinem Standpunkt verharren.“

„Wir müssen neue Wohnflächen entwickeln.“
Maximilian Sandhowe

Erreichen ist ein gutes Stichwort – denn Sandhowe hat speziell für Herbern klare politische Ziele vor Augen. „Wir müssen neue Wohnflächen entwickeln, der Flächennutzungsplan ist ausgereizt.“ Außerdem müsse eine Lösung für die Altenhammstraße gefunden werden. „Diese Dinge werden wir jetzt angehen.“

Viele Aufgaben

Angehen muss Sandhowe momentan ohnehin viele Dinge. Vor und nach der Arbeit – als Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Wahlkreisbüro von Panske in Lüdinghausen – ist er auf dem Hof seiner Eltern im Einsatz. „Seit Anfang 2018 kümmere ich mich um die Finanzbuchhaltung.“ Und ganz nebenbei muss ja auch noch die kommunale Politik gemacht werden. „Dies ist aber eine angenehme Abwechslung.“

Nicht selten gingen seine Arebitstage unter der Woche bis 23 Uhr. Auszeiten gebe es dann am Wochenende – beim und mit Fußball oder auf Reitturnieren, an denen seine Partnerin selbst aktiv teilnehme. „Oder ich lege einfach die Füße hoch. Das tut auch mal gut.“

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