Die Lockerungen im Zuge der Modellregion haben für keine Infektionen gesorgt. Sind bald also auch wieder Veranstaltungen, wie hier im Juli 2019 bei „Ascheberg trifft sich“, in der Gemeinde möglich? Die niedrigen Inzidenzzahlen geben Hoffnung. © Martin Bußkamp (A)
Öffnungsschritte in Ascheberg

Ascheberg lockert weiter: „Kriegen bald großen Teil unseres Lebens zurück“

Die Gemeinde Ascheberg lockert weiter. Und das nicht nur, weil sie zur Modellregion gehört, sondern der Inzidenzwert stabil unter 50 liegt. Es sollen weitere Öffnungen in Kunst und Kultur folgen, so der Bürgermeister.

Die Gemeinde Ascheberg gehört seit dem 3. Mai zur Modellregion. Mit zwei Projekten werden seitdem zaghafte Öffnungsschritte wissenschaftlich begleitet, um zu testen, wie Lockerungen sich auf das Infektionsgeschehen auswirken können. Knapp zwei Wochen später saßen die ersten Gäste in Herbern, Ascheberg und Davensberg sogar schon wieder im Biergarten – trotz zum Teil Regen und Gewitter.

Denn: Weil der Kreis Coesfeld fünf Tage hintereinander unter der kritischen Inzidenz-Marke von 100 pro 100.000 Einwohnern lag, gab es die von der Landesregierung in Aussicht gestellten Lockerungsschritte. Und die positive Entwicklung ging weiter, sodass ab Samstag (22. Mai) weitere Öffnungen erlaubt sind, nachdem auch die 50er-Marke fünf Tage hintereinander unterboten wurde.

So dürfen neben Lockerungen etwa im Einzelhandel Gastronomen auch wieder die Innenbereiche unter bestimmten Auflagen öffnen. Hotels dürfen ohne die vorherige Belegungsgrenze von 60 Prozent der verfügbaren Betten wieder Gäste empfangen. Entsprechend erleichtert wirkt Bürgermeister Thomas Stohldreier beim Telefongespräch am Freitagmittag (21. Mai).

Aufatmen in der Gemeinde Ascheberg

„Alle sind begeistert und überall gibt es ein Aufatmen. Es ist toll, dass alles gut funktioniert hat mit unseren Projekten der Modellregion. Umso glücklicher bin ich jetzt auch, dass aufgrund der niedrigen Inzidenzzahlen weitere Öffnungen in der Breite möglich sind“, sagt der Bürgermeister.

Dass nun auch Gastronomiebetriebe wieder öffnen können, sorgt dafür, dass neben den Lockerungen im Zuge der Modellregion, die wissenschaftlich begleitet werden, weitere Bereiche durchleuchtet werden können, so Stohldreier weiter. Einige Gastronomen haben ihre Betriebe bereits geöffnet, anderen würden noch beobachten, wie sich die Lage entwickelt und in den kommenden Tagen eröffnen, berichtet der 48-Jährige weiter.

Weitere Lockerungen schon bald möglich

Und weitere Öffnungsschritte in der Corona-Krise könnten bald hinzu kommen, verrät Thomas Stohldreier. Derzeit liefen Gespräche, um gewisse Lockerungen für die Bereiche Kunst und Kultur in der Gemeinde Ascheberg zu ermöglichen. „Wie bei den derzeitigen Modellprojekten gilt auch da: Die Sicherheit geht vor. Es tut aber gut zu sehen, dass es funktioniert und es kein Infektionsgeschehen gibt.“

Ob kulturelle Veranstaltungen im Zuge der Modellregion, die auch über die zunächst geplanten drei Wochen erprobt und wissenschaftlich analysiert werden sollen, möglich sein werden oder aufgrund neuer Bestimmungen in der Coronaschutzverordnung, wird sich in den nächsten Tagen herausstellen.

Kultur-Veranstaltungen schon im Sommer denkbar

Die Programmpunkte der Kulturbetriebe, die etwa für August geplant sind, könnten nun aber konkretisiert werden, sagt Stohldreier, ohne weitere Details preis geben zu wollen. Aber auch Events vor August seien denkbar, so der Bürgermeister weiter. „Es wird dort weitergehen. Alle Beteiligten sind voller Vorfreude. Aber wir müssen aufpassen. Wenn wir das Ganze weiter gut im Blick haben, glaube ich, dass wir bald einen großen Teil unseres Lebens wieder zurückbekommen.“

Neben den beiden Modell-Projekten, Schwimmkurse der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) Herbern und Reitunterricht beim RV St. Hubertus Ascheberg, gehen die Sportvereine der Gemeinde dank der niedrigen Inzidenzwerte weitere Öffnungsschritte. So kündigten der SV Herbern und der TuS Ascheberg an, ihren Trainingsbetrieb am Dienstag (25. Mai) wieder aufzunehmen.

Über die Autorin
Redaktion Werne
Studium der Sportwissenschaft. Nach dem Volontariat bei Lensing Media zunächst verantwortlich für die digitale Sonntagszeitung, nun in der Lokalredaktion Werne der Ruhr Nachrichten.
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Andrea Wellerdiek

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