Ascheberg muss weiter auf Glasfaser warten

Schnelleres Internet

Nicht so schnell voran gekommen wie erhofft ist das Unternehmen BBV Münsterland, das die Gemeinde Ascheberg seit Dezember mit schnellem Internet per Glasfaserkabel versorgen will. "Wir haben eine Verzögerung von drei Monaten", sagt BBV-Vertriebsleiter Wolfgang Ruh.

ASCHEBERG

, 07.04.2016, 18:39 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die Gründe für die Verzögerung, seien schlechtes Wetter und Ärger mit der Tiefbaufirma. In Davensberg, wo die Tiefbauarbeiten begannen, seien nicht alle Arbeiten „zu unserer Zufriedenheit ausgeführt worden“, so Ruh. Auf Nachfrage spricht er von Qualitätsmängeln. Der Breitbandversorger habe deshalb im Februar seinen Dienstleister gewechselt. Statt des bislang tätigen Tiefbauunternehmens aus den Niederlanden arbeite BBV jetzt mit der international tätigen Firma Eltel zusammen. Der Wechsel sei „zu 99,9 Prozent vollzogen“.

Arbeiten werden überwacht 

BBV steht nicht alleine da, wenn es Ärger bei der Ausführung von Bauarbeiten fürs schnelle Netz gibt. In Aschebergs Nachbarstadt Werne, wo die Telekom Glasfaser verlegen ließ, hatte es 2015 ebenfalls Pfusch am Leitungsbau gegeben. Diesen monatelangen Ärger über offene Baugruben im ganzen Stadtgebiet vor Augen, hatte die Ascheberger Verwaltung vorgesorgt. „Wir haben eine Fremdfirma beauftragt, für uns den Ausbau zu überwachen“, sagte Bauamtsleiter Klaus van Roje am Dienstagabend im Bauausschuss.

Trotz des Rückschlags geht es jetzt voran in Davensberg. „Wir sind da zu zwei Dritteln fertig“, sagt Ruh. Im laufenden April sei es geplant, von Davensberg die Verbindungsleitung nach Ascheberg zu legen – „im Tiefspülbohrverfahren“, so Ruh. Dabei ist es nicht nötig, die Straße aufzubrechen.

Die Bohrung eines unterirdischen Kanals genügt, in den die Spülbohranlage dann das Rohr für die Kabel zieht. Für die Strecke nach Herbern sei das nicht nötig. „Da liegen die Leerrohre schon in der Straße.“ 

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