Ascheberger Firma Daldrup bereitet den Bohrer vor

Gasbohrungen in Nordick

Während viele Herberner ihren Unmut über die Bohrerlaubnis für Hamm-Gas geäußert haben, sorgt die Entscheidung der Bezirksregierung Arnsberg an der Lüdinghauser Straße in Ascheberg für zufriedene Gesichter. Denn hier hat die Bohrfirma Daldrup ihren Sitz. Sie wird die Bohrungen vornehmen.

HERBERN

, 13.01.2016, 05:04 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Bohranlage der Firma Daldrup soll die Aufsuchungsbohrung in Herbern-Nordick übernehmen.

Die Bohranlage der Firma Daldrup soll die Aufsuchungsbohrung in Herbern-Nordick übernehmen.

Die vor allem in Deutschland und den Niederlanden tätige Bohrfirma Daldrup & Söhne ist zufrieden mit der Entscheidung der Bezirksregierung Arnsberg. Und bereits im Mai 2015 hatte Hamm-Gas das Ascheberger Unternehmen beauftragt, die sogenannte Aufsuchungsbohrung in Nordick zu übernehmen, sobald die Genehmigung vorliegt.

Internationale Dimension

Schon damals hatte Firmenchef Josef Daldrup erklärt, dass die Bohrung für Umwelt und Anwohner unbedenklich sei: „Wir arbeiten mit ausgereifter Bohrtechnologie und höchsten Immissions- und Sicherheitsstandards.“ Für ihn seien eine umweltverträgliche Erschließung und eine sichere Energieversorgung aus regionalen Vorkommen keine Gegensätze: „Wir können hier den Beweis antreten, dass beides zusammenpasst.“

Mit den geltenden Sicherheits- und Umweltschutzstandards könne die Erschließung der Rohstoff-Vorkommen einen „wertvollen Beitrag zur Versorgungssicherheit und zur Unabhängigkeit von Öl- und Gaslieferungen aus zweifelhaften Drittstaaten beitragen“, gab Daldrup dem Projekt gleich eine internationale Dimension.

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Wann genau die Arbeiten starten, konnten am Dienstag weder Daldrup noch Hamm-Gas exakt beantworten. „Zeitnah“, hieß es in einer Presseerklärung der Ascheberger Bohrspezialisten. Auch wenn die Methode der Tektomechanik für die Aufsuchung von unkonventionellem Gas neu ist, seien die eigentlichen Arbeitsschritte für Daldrup Routine: „Da kommt erprobte Technik zum Einsatz“, sagte Unternehmenssprecher Falk von Kriegsheim auf Anfrage. Zusätzliches Personal will das Unternehmen nicht einstellen: „Das lösen wir mit vorhandenen Mitarbeitern.“ Die Bohrteams auf der Baustelle seien vier bis sechs Mann stark.

Rechtzeitig informieren

Hamm-Gas-Sprecher Daniel Hitschfeld versicherte gegenüber unserer Zeitung, dass die Bevölkerung rechtzeitig über den Beginn der Arbeiten auf dem Gelände der ehemaligen Schachtanlage Radbod 7 informiert werde.

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