Gertrud Hübscher aus Davensberg war am 1. Dezember in der ZDF-Sendung Bares für Rares zu Gast. © Hübscher
TV-Trödelshow

„Bares für Rares“ im ZDF: Davensbergerin beeindruckt Händler mit Verhandlungsgeschick

Gertrud Hübscher aus Davensberg war bei der Trödelsendung „Bares für Rares“ im ZDF zu Gast. Mit ihrem Verhandlungsgeschick überraschte die Davensbergerin die Profi-Händler.

Die ZDF-Sendung „Bares für Rares“ zählt mit hohen Marktanteilen und mehreren Millionen Zuschauern zu den erfolgreichsten Fernsehsendungen des ZDF. Doch nicht nur die Zuschauerzahl ist enorm. Die Bewerbungen der Menschen, die ihre Antiquitäten an die Händler verkaufen wollen, sind hoch. So bewerben sich laut Aussage des ZDF etwa 500 bis 1000 Menschen pro Woche, die an der Show teilnehmen möchten.

Eine Person, die die Produktionsfirma mit ihrer Bewerbung überzeugen konnte, ist Gertrud Hübscher aus Davensberg. Sie brachte ein altes Morsegerät mit in die Sendung, die am 1. Dezember ausgestrahlt wurde.

Hüscher: „Ich bin selbst ein Fan der Sendung“

„Ich bin selbst Fan der Sendung“, erklärt Gertrud Hübscher auf Nachfrage. Sie sei Anfang des Jahres zurück nach Davensberg gezogen, in das Haus ihres Onkels. Der schon verstorbenen Onkel von Gertrud Hübscher war Eisenbahner. „Da haben wir das Morsegerät im Keller gefunden. Mein Mann und ich haben uns gefragt, was wir damit machen. Benutzen können wir es ja nicht und es steht nur rum. Dann haben wir gedacht, das mal bei ‚Bares für Rares‘ anzubieten“, erzählt die Davensbergerin.

Die Produktionsfirma der Trödelsendung war wohl begeistert von dem alten Morsegerät, mit dem damals in Münster der Bahnverkehr organisiert wurde. Sie luden Gertrud Hübscher in die Sendung ein.

„Eigentlich sollte mein Mann zur Sendung fahren, aber der wurde am Produktionstag operiert. Also habe ich mich mit meinem Bruder auf den Weg nach Köln gemacht. Dort wurden wir sehr gut betreut“, erzählt Gertrud Hübscher, die mit ihrem Mann eine Gastronomie in Olfen geführt hatte.

Sie selbst hatte keine Vorstellung, was das alte Morsegerät wert sein könnte. „80 Euro vielleicht habe ich gedacht“. Der Experte der Trödelsendung schätzte das Gerät aber auf 500 bis 700 Euro.

„Bares für Rares“-Händler zeigen sich beeindruckt

„Natürlich ist es anfangs aufregend, aber ich habe in meinem Leben schon auf vielen Bühnen gestanden, oft im Karneval und bin ein Kneipenkind“, beschreibt Gertrud Hübscher die Situation, in einer TV-Sendung mitzuspielen.

Dass sie dabei durchaus eine gute Figur machte, zeigte sich dann im Gespräch mit den Profi-Händlern. Ein anfängliches Gebot von 250 Euros schmetterte sie charmant und selbstbewusst mit den Worten „Das ist ein bisschen wenig“ ab. Am Ende wurden es 380 Euro. „Wie toll sie das moderiert haben, das haben Sie sehr gut verkauft“, zeigten sich auch die Händler von der Davensbergerin beeindruckt.

Mit den 380 Euro ist Gertrud Hübscher sehr zufrieden: „Ich hatte vorher ja keine Ahnung, wie viel das Morsegerät wert ist. Und privat hat man ja nur sehr schwer die Möglichkeit, jemanden zu finden, der so etwas kauft.“

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