Bemalte Schieferschindeln finanzieren Dach-Renovierung

St. Lambertus

Es war eine Herausforderung, aber eine, die Bärbel Merten nur allzu gerne annahm. Die Frau, die sonst kleine Kunstwerke auf zerbrechliche Eierschalen bannt, malte nun erstmals auf Schiefer. In diesem Falle sogar der alte Schiefer vom alten Dach der Pfarrkirche St. Lambertus, das derzeit renoviert wird.

Ascheberg

von Von Tina Nitsche

, 14.11.2012, 14:02 Uhr / Lesedauer: 1 min
Der Ascheberger Kirchturm war das Motiv, welches Bärbel Merten am häufigsten auf Schiefer bannte, denn dieses Bild war der Verkaufsschlager.

Der Ascheberger Kirchturm war das Motiv, welches Bärbel Merten am häufigsten auf Schiefer bannte, denn dieses Bild war der Verkaufsschlager.

Und genau diese Maßnahme galt es, in irgendeiner Art und Weise zu finanzieren. Dank einer ungewöhnlichen Idee und eines kreativen Quartetts gelang das Unterfangen und brachte über 3500 Euro ein. "Damit haben wir fast die Hälfte des Ascheberger Eigenanteils abgedeckt, der für die Renovierung des Kirchendachs aufgebracht werden muss", bedankte sich Pfarrer Carsten W. Franken bei Bärbel Merten, Hildegard Kuhlmann, Hildegard Beuckmann und Gerda Nientidt.

Für Bärbel Merten war bei dieser Schiefertafelaktion so einiges anders. "Dieses Mal hatte die Kunst ein Ziel, nämlich Leute zu begeistern", verriet sie. Das Malmittel war schnell gefunden. "Acrylfarbe, was anderes funktioniert nicht auf Schiefer".Schindeln mit Hochdruckreiniger gesäubert

Hildegard Beuckmann bereitete den Maluntergrund vor, leistete im wahrsten Sinne des Wortes die "Drecksarbeit", um die Schindeln mit dem Hochdruckreiniger vom Dreck zu befreien. Die Vermarktung der Schiefertafeln fand dann im Friseursalon Nientidt statt. Hildegard Kuhlmann vom Kirchenvorstand freute sich, dass ihre Marketingstrategie aufgegangen war.

Statt die Platten wie ursprünglich geplant mit Siegeln zu versehen, hatte sie auf heimische Künstler gesetzt und mit Bärbel Merten die passende Besetzung gefunden. "Man kann etwas bewegen, wenn man es richtig anpackt."In diesem Fall sogar nicht nur eine gelungene Aktion, sondern auch so einige Herzen. "Liebe ist der größte Reichtum", dieser Spruch, der eine der insgesamt 60 Schiefertafeln ziert, die Merten bemalt hat. "Der Renner jedoch waren die Schindeln, die die St.-Lambertus-Kirche zeigen", so Gerda Nientidt.  

Der erste Bauabschnitt an der St.-Lambertus-Kirche wird am 19. November beendet sein, Abschnitt zwei folgt 2013.

Lesen Sie jetzt