Betrüger will Seniorin mit besonderem Trick um 50.000 Euro erleichtern

mlzBetrug an Senioren

Er sei ein Freund ihres Sohnes und habe gerade einen schweren Unfall gebaut. Ihm gehe es soweit gut, aber er brauche zur Schadensregulierung 50.000 Euro – man kann es ja mal versuchen...

Ascheberg, Davensberg

, 02.08.2019, 15:30 Uhr / Lesedauer: 1 min

Ein Unbekannter hat am Donnerstag, 1. August, versucht, eine 76-jährige Davensbergerin um einen dicken Geldbetrag zu schröpfen. Er gab am Telefon vor, ein Bekannter ihres in Berlin lebenden Sohnes zu sein. Soeben habe er einen schweren Verkehrsunfall gebaut und benötige zur Schadensregulierung 50.000 Euro.

Alt heißt aber nicht gleich blöd. Und so witterte die Seniorin direkt den Betrugsversuch und erstattete Anzeige bei der Polizei. Die ermittelt nun gegen Unbekannt. „Dieser Trick ist im Gegensatz zu anderen Betrügereien nicht so häufig“, sagt Bjoern Korte von der Polizeipressestelle in Coesfeld.

Enkel- oder Handwerkertrick

Häufiger erlebten die Beamten Anzeigen wegen des bekannten Enkeltricks. Nicht selten setzten die Betrüger („Die sind leider penetrant, erfindungsreich und hartnäckig“, so Korte) auch auf den Handwerkertrick. Der Blaumann klingelt: „Wir müssen mal in der Wohnung nach dem Wasser sehen“ – und nachher sind Schmuck und Geld futsch.

Besonders perfide ist die Masche, wenn sich die bösen Buben als Polizisten ausgeben. Unter einem Vorwand und zur Gefahrenabwehr wollten sie vorbeischauen und Wertgegenstände sichern. Oft sei im Telefon die Notrufnummer 110 zu sehen. „So etwas machen wir nie“, sagt Korte, „wir rufen auch nie von der 110 an.“

Er empfiehlt allen, bei derartigen Anrufen ein gesundes Misstrauen an den Tag zu legen.

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