Franz-Josef Wittkamp ist bereits zum 107. Mal bei einer Blutspende dabei. © Marion Schnier
DRK Herbern

Blutspende Herbern: 25 von 234 durften kein Blut spenden

Blut zu spenden steht in Zeiten der Corona-Pandemie auf der Prioritätenliste von Menschen vielleicht nicht ganz weit oben. In Herbern ist das offenbar anders. Es gab ein Top-Ergebnis.

Ausgangssperre, Impf-Termine, Lockdown – dies und mehr sind die Themen, mit denen sich die meisten Menschen aktuell befassen. Ein Aspekt des Gemeinschafts-Lebens wie eine Blutspende rückt so oft in den Hintergrund. In Herbern ist das offenbar ganz anders.

Denn bei den beiden Blutspende-Terminen des Deutschen Roten Kreuzes in der 16. Kalenderwoche im Jochen-Klepper-Haus herrschte an zwei Tagen großer Andrang. Zum bereits fünften Mal fand ein solcher Termin in dem ehemaligen evangelischen Gemeindehaus an der Ostlandstraße statt, das heute das DRK und der Heimatverein nutzen.

Fünf Erstspender waren dabei

Bei der Blutspende-Aktion am Mittwoch, 21. April, und Donnerstag, 22. April 2021, gab es wieder ein „Top-Blut-Ergebnis“. Dazu erschienen 234 Frauen und Männer aus Herbern und Umgebung. Dabei waren auch fünf Erstspender. Bei 209 Personen konnte je ein halber Liter Blut abgenommen werden.

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Bei den 25 Erschienenen, die nicht spenden durften, waren diverse gesundheitliche Gründe ausschlaggebend. Ein Mann etwa musste unverrichteter Dinge abziehen, weil er zuvor eine Corona-Impfung bekommen hatte und die Einstichstelle noch schmerzte.

Kerstin Nägeler freut sich über die
Kerstin Nägeler freut sich über die “Dankeschön-Tüte” des DRK. Sie spendete bereits zum 43. Mal. © Marion Schnier © Marion Schnier

Trotz des großen Andrangs war, wie immer, alles gut durch das DRK-Team organisiert. Nach einer vorherigen Online-Registrierung gab es für die Spender keine Wartezeiten. Ein Team von vier ehrenamtlichen DRK-Helfern, zwei Ärzten und sechs Helfern vom Blutspendeteam sorgte für einen reibungslosen Ablauf an den beiden Tagen.

Jeder Spender hat zuerst einen Fragebogen auszufüllen. Hier geht es unter anderem um den Gesundheitszustand und die Angabe von Medikamenten. Aber auch Auslandsaufenthalte in den letzten sechs Monaten müssen angegeben werden. Dies ist entscheidend, für wen und für welchen Zweck das Blut genutzt werden kann.

„Mehr als 200 Blutspender ist das Ziel“

„Mehr als 200 Spender ist immer unser Ziel“, erzählt die Blutspendebeauftragte Claudia Gräwe. „Dies haben wir, seitdem wir hier im Jochen-Klepper-Haus sind, immer erreicht. 270 Personen war bisher sogar unser höchstes Ergebnis“. Als Dank erhielt jeder Blutspender einen Schlüsselanhänger und eine große Tüte mit allerlei Leckereien für die anschließende Stärkung.

Im Jochen-Klepper-Haus finden vier Mal jährlich, an jeweils zwei Tagen, Blutspenden statt. Der nächste Termin ist am 28. und 29. Juli 2021. Die Registrierung und Terminvergabe erfolgt wieder online. Anmeldungen sind möglich über die DRK-Internetseite.

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