Bürgerinitiativen informieren am Kartoffelsamstag

Umgehungsstraße

HERBERN Ein wirklich umfassendes Bild in Sachen Ortsumgehung können sich die Herberner Bürger am Kartofelsamstag verschaffen. Denn beide Interessenvertretungen - pro und contra Ortsumgehung werden am kommenden Samstag, 24. Oktober, Stände aufbauen und informieren.

von Von Wolfgang Gumprich

, 22.10.2009, 18:01 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Bernhardstraße in den 70-er Jahren. Zur Orientierung: Hinter der fünften Linde links geht es in die Krumme Straße.

Die Bernhardstraße in den 70-er Jahren. Zur Orientierung: Hinter der fünften Linde links geht es in die Krumme Straße.

"Wir vertreten unsere Interessen", sagt Manfred Treimer von der Bürgerinitiative für die Ortsumgehung. "Wir wollen das Projekt Ortsumgehung hinterfragen", sagt Karl Thier von der Initiative gegen die Ortsumgehung. Beide versichern, dass sie das Dorf nicht spalten möchten, sondern ihre jeweiligem Interessenslagen darstellen möchten. Die Befürworter werden ihren Stand auf Höhe des "Wolfsjägers" aufbauen, die Gegner gegenüber von Eckmann.Zahlen der Bürgerinitiativen weichen voneinander ab

Die "Nein-Sager" setzen auf moderne Technik mit Power-Point- und Video-Präsentation. "Wir haben Zahlen von Zählungen analysiert, die um bis zu 30 Prozent Abweichungen voneinander ergeben", sagt Thier, "diese Zahlen wollen wir den Bürgern vorlegen".

Historisch wollen die Befürworter der Umgehungsstraße argumentieren: "Bei der Einrichtung und dem Um- bzw. Ausbau der Bernhardstraße 1976/77 als innerörtliche Entlastungsstraße sollte der Durchgangsverkehr von der Südstraße abgeleitet werden; die Gemüter der Bernhardstraße wurden mit dem Argument beruhigt, es gebe ja die "große Umgehungstraße," erklärt Treimer.Einladung zum Ortstermin   Herbern sei einer der letzten Orte, in dem der gesamte Durchgangsverkehr noch mitten durch den Ort geführt werde. In Ascheberg, Olfen oder Nordkirchen hätte man Umgehungsstraßen gebaut.

Beide Interessengemeinschaften möchten nach dem Kartoffelsamstag die örtlichen Politiker zu Ortsterminen eingeladen, um mit ihnen die jeweiligen Standpunkte zu erörtern.

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