Burg-Schule schließt wohl spätestens 2017

Sinkende Schülerzahlen

Die Burg-Schule in Davensberg steht vor dem Aus. Die Schülerzahl auf der Förderschule ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich gesunken. Mittlerweile unterschreitet die Schule die Mindestschülerzahl von 72 für einen Schulstandort deutlich - und die Zahlen sinken weiter.

DAVENSBERG

, 17.09.2014, 12:21 Uhr / Lesedauer: 1 min
Erst 2006 wurde der neue Pavillon-Komplex, in dem die Davensberger Burgschule untergebracht ist, errichtet und eingeweiht. Nun ist der Fortbestand der Förderschule fraglich.

Erst 2006 wurde der neue Pavillon-Komplex, in dem die Davensberger Burgschule untergebracht ist, errichtet und eingeweiht. Nun ist der Fortbestand der Förderschule fraglich.

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Ruhe geht daher davon aus, dass 2015 nur noch knapp 40 Schüler in der Burg-Schule lernen werden – zu wenig für einen Fortbestand, wie das Schulgesetz des Landes Nordrhein-Westfalen vorsieht.

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Der Schul- und Kulturausschuss folgte der Vorlage der Verwaltung und beauftragte die Gemeinde mit der Umsetzung eines Zeitplans. „Das heute ist noch keine Entscheidung“, stellte Alexander Ruhe klar. Denn auf dem Weg zur Schließung muss sich die Gemeinde Ascheberg mit Nachbarkommunen absprechen, den Förderschulausschuss hören und Auflösungsbeschlüsse aller beteiligten Gremien einholen. Erst dann könnte der Rat im Dezember einen Beschluss fassen. Und nach diesem sieht es derzeit auch aus.

Denn dass die Burg-Schule, ohnehin schon die kleinste Förderschule im Umkreis von 60 Kilometern, von der Mindestgröße ausgenommen werde, ist höchst unwahrscheinlich. „Ich gehe davon aus, dass langfristig nur noch Dülmen als Teilstandort gehalten werden kann“, so Ruhe. Spätestens 2017 werden wohl die letzten Burg-Schüler gehen müssen. Die Verwaltung will für die 20 betroffenen Schüler, die durch das Auslaufen der Schule keinen Abschluss machen können, „individuelle Lösungen“ finden, hieß es.   

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