Carsharing in Ascheberg: Reicht das Interesse der Bürger aus für ein solches Angebot?

mlzCarsharing in Ascheberg

Ascheberg soll noch in diesem Jahr ein Carsharing-Angebot bekommen. Aber gibt es dafür überhaupt genügend Interessenten? Nach der jüngsten Info-Veranstaltung gibt es darauf eine Antwort.

Ascheberg

, 28.01.2020, 19:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Auto teilen, statt selbst zu besitzen - die Idee des Carsharings ist in vielen Städten möglich. In der Gemeinde Ascheberg soll es in diesem Jahr soweit sein. Doch bevor es das Angebot gibt, prüft die Gemeindeverwaltung, ob die Nachfrage dafür überhaupt ausreicht. Dazu gab es eine Informationsveranstaltung am Montag, 27. Januar, im Bürgerforum des Rathauses Ascheberg.

„Das Interesse war durchaus vorhanden, auch wenn es noch ausbaufähig ist. Zum Start wird es aber wohl reichen“, erklärt Simone Böhnisch, Pressesprecherin der Gemeinde Ascheberg.

Fragen zur Buchung, Versicherungsschutz und zu Tarifen

Die Bürger, die zur Informationsveranstaltung kamen, zeigten in jedem Fall Interesse. Sie stellten konkrete Fragen zur Buchung, zum Versicherungsschutz, zu den verschiedenen Tarifen oder wie man damit umgeht, wenn es zu Verzögerungen bei der Rückgabe des Autos kommt.

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Die Verantwortlichen der Gemeindeverwaltung um Initiator Thomas Stohldreier und Klimaschutzmanager Martin Wolf teilten an diesem Abend Fragebögen zum Carsharing aus. Diese werden laut Böhnisch wohl bis Mitte Februar ausgewertet. Danach soll entschieden werden, wie viele Autos in der Gemeinde zum Teilen angeboten werden. Auch über die Standorte werde es dann eine Auskunft geben, erklärt Böhnisch.

Carsharing soll ab Frühjahr in Ascheberg starten

Der Start des Carsharing-Angebots werde dann voraussichtlich im Frühjahr erfolgen. Bis zu zwei Fahrzeuge sollen zum Start in den Ortskernen von Ascheberg, Herbern und Davensberg zum gemeinsamen Teilen stehen. Klar ist, dass Interessenten die Autos nach dem stationsbasierten Modell buchen können. Das heißt, dass die Fahrzeuge immer wieder an ihren Ursprungsort zurückgebracht werden müssen.

Ein Fahrzeug von Teilautos konnten die Teilnehmer der Informationsveranstaltung in Aschberg am Montag testen.

Ein Fahrzeug von Teilautos konnten die Teilnehmer der Informationsveranstaltung in Aschberg am Montag testen. © Teilautos

„Damit hat der Anbieter Teilautos gute Erfahrungen im ländlichen Bereich gemacht. Außerdem muss man das Auto ja auch wieder aufladen können“, erklärt Böhnisch. Denn aller Voraussicht nach wird es auch in der Gemeinde Ascheberg Elektro-Autos geben.

Das fand auch bei den Bürgern auf der Informationsveranstaltung Anklang, wie Simone Böhnisch erzählt. Einige nutzten die Gelegenheit, ein Carsharing-Auto - einen Renault Zoe - Probe zu fahren.

Lastenräder zum Teilen im Gespräch

Neben dem Carsharing hatten Thomas Stohldreier und Klimaschutzmanager Martin Wolf auch ein weiteres Angebot in der alternativen Mobilität vorgestellt: Elektro-Lastenräder. Auch daran zeigten sich die Bürger interessiert, probierten die Räder auch aus, erzählt Böhnisch.

Vorstellbar sei ein solches Angebot in Zusammenarbeit mit örtlichen Anbietern. Buchbar ist ein Rad über dieselbe App, über die Bürger auch an die Carsharing-Fahrzeuge kommen können. „Es soll alles möglichst bequem und einfach sein“, so Böhnisch.

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Wer weitere Informationen zum Carsharing erhalten möchte oder an der Befragung zu diesem Thema teilnehmen möchte, kann sich melden bei Felicia Wins, Tel. (02593) 609-3011 oder per E-Mail an wins@ascheberg.de
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