19 weitere Corona-Fälle gibt es im Kreis Coesfeld. © picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild
Testzentrum in Herbern

Coronatest-Zentrum in Herbern öffnet am kommenden Mittwoch

In Herbern eröffnet am Mittwoch das Coronatest-Zentrum für die gesamte Gemeinde. Eine „irre Mammutaufgabe“, sagt DRK-Vorstand Christoph Schlütermann. Wie der Besuch abläuft, lesen Sie hier.

In Herbern eröffnet am Mittwoch (17. März) das dezentrale Coronatest-Zentrum des Deutschen Roten Kreuzes (DRK). Das teilte das DRK Coesfeld am Donnerstagnachmittag (11. März) auf Nachfrage mit. Demnach wird das Testzentrum im Jochen-Klepper-Haus (Ostlandstraße 9a), dem DRK-Heim, immer werktags öffnen: montags, mittwochs und freitags je von 10 bis 13.30 Uhr und dienstags und donnerstags von 14.30 bis 18 Uhr.

Durch eine „kleine, aber nicht unwesentliche Veränderung in der Gesetzesvorlage“, so DRK-Vorstand Christoph Schlütermann, sei es jeder Bürgerin und jedem Bürger der Gemeinde Ascheberg ab dann möglich, sich mindestens einmal pro Woche kostenlos per Schnelltest auf eine Coronainfektion testen zu lassen. Heißt: Theoretisch könnte jeder Einwohner Aschebergs jeden Tag kommen – sofern die Kapazität es hergibt.

Testzentrum startet mit 50.000 Schnelltest-Kits in Herbern

Das Testzentrum geht mit 50.000 Schnelltest-Kits an den Start. Vom ursprünglichen Zulieferer in China habe man auf einen anderen umschwenken müssen, weil Ersterer wegen der hohen Nachfrage nach Laienschnelltests aus Deutschland die komplette Produktion umgestellt habe, sodass keine Profiselbsttests mehr hergestellt wurden, erklärt Schlütermann. Man habe zwar nun einen neuen Zulieferer, Engpässe könne man aber künftig nicht ausschließen.

Im Jochen-Klepper-Haus wird eine Teststraße eingerichtet, in der pro Stunde bei Maximalauslastung zwischen 40 und 50 Personen getestet werden könnten, so der DRK-Vorstand. „Sollten das mehr werden, werden wir das Personal aufstocken“, so Schlütermann. „Es ist eine gewaltige logistische Herausforderung, das in so kurzer Zeit aus dem Boden zu stampfen.“ Von Freitag auf Montag seien im Kreis quasi zwölf Unternehmen entstanden. Dass der ein oder andere aus Ascheberg oder Davensberg nun einen längeren Weg vor sich habe, sei in Anbetracht des irren Aufwandes vertretbar.

Wer zum Selbsttest ins Jochen-Klepper-Haus möchte, muss sich vorher online auf der Seite des DRK registrieren. Dann hat der Testinteressent sieben Tage Zeit, zum Selbsttest zu erscheinen. Erscheint der- oder diejenige nicht, werden die persönlichen Daten nach einer Erinnerungsmail gelöscht. Im Testzentrum selber dann werden die Personalien getestet, Zettelkram entfällt durch die Onlineregistrierung. „Dann geht es zur nächsten Mitarbeiterin, die unter Vollschutz den Abstrich abnimmt.“ Das Ergebnis sei in 5 bis 10 Minuten da. Warten müsse man darauf nicht, weil das Ergebnis eingescannt werde und dadurch automatisch an die getestete Person verschickt wird. Gleichzeitig gehen die Ergebnisse ans Gesundheitsamt des Kreises.

PCR-Testergebnisse sollen am darauffolgenden Tag da sein

Fällt ein Schnelltest positiv aus, wird die entsprechende Person informiert, in Quarantäne geschickt und muss dann noch einmal innerhalb von zehn Stunden zu einem PCR-Test kommen – auch in diesem Fall werden die Kosten übernommen. Die PCR-Probe geht dann an ein Labor in Coesfeld, das Testergebnis soll am darauffolgenden Tag vorliegen. „Einfacher und schlanker geht‘s gar nicht“, so Schlütermann.

Weil Kitas und Arbeitgeber nun auch Hygienekonzepte mit Schnelltests erstellen und Geschäfte einen Schnelltest zur Voraussetzung des Kundenbesuchs machten, geht Schlütermann davon aus, dass die Nachfrage da sein wird. Mit mehr als 250 Tests pro Tag rechnet Schlütermann allerdings derzeit nicht. „Das kann aber auch deutlich mehr werden.“ Je nachdem, wie sich die Lage entwickele, sei auch ein zweites Testzentrum in Ascheberg denkbar.

„Öffnungen bedeuten mehr Kontaktmöglichkeiten“, so Schlütermann. Damit auch rechtzeitig die Kontaktnachverfolgung gesichert sei, sei auch das Testen so wichtig. Auch PCR-Tests, etwa für Reisen, werden im Testzentrum durchgeführt, dann allerdings für 99 Euro. Für Unternehmen etwa seien auch auswärtige Testtermine möglich, so Schlütermann.

Über die Autorin
Redakteurin
Gebürtige Münsterländerin, seit April 2018 Redakteurin bei den Ruhr Nachrichten, von 2016 bis 2018 Volontärin bei Lensing Media. Studierte Sprachwissenschaften, Politik und Journalistik an der TU Dortmund und Entwicklungspolitik an der Philipps-Universität Marburg. Zuletzt arbeitete sie beim Online-Magazin Digital Development Debates.
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Eva-Maria Spiller

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