Damhirsche überwintern bis zur Umsiedlung im Gehege an der L 844

Zahmes Wild

ASCHEBERG Wild direkt an der L 844, an der Ortseinfahrt Ascheberg: Vier Damhirsche äsen seit einigen Tagen auf dem Gelände neben der Straße. Da fragt sich so manch einer, wo die Tiere auf einmal herkommen.

von Von Wolfgang Gumprich

, 23.10.2009, 16:37 Uhr / Lesedauer: 1 min
Zufrieden sind die Damhirsche im Gatter an der Ortseinfahrt Ascheberg.

Zufrieden sind die Damhirsche im Gatter an der Ortseinfahrt Ascheberg.

Ein etwa zwei Meter hoher Flechtzaun hindert das Wild an der Flucht. Die Tiere scheinen sich dort wohl zu fühlen, denken gar nicht daran stiften zu gehen. "Die sind handzahm, ich kann sie füttern, die fressen aus der Hand," sagt ihr Besitzer Ludger Kappenberg aus Nordkirchen. Er hat auch nichts dagegen, wenn es andere tun: "Möhren, Kastanien oder Eicheln mögen sie am liebsten."Umsiedlung im Mai

Doch wie kommen die vier Hirsche aus Nordkirchen nach Ascheberg? "Ganz einfach," sagt Kappenberg." Sie gehörten einer älteren Dame, von der habe ich sie übernommen." Bis Ende Mai bleiben sie in ihrem ein Hektar großen Gehege in Ascheberg zu überwintern, werden danach in eine Großherde in Mecklenburg-Vorpommern integriert. "Sie sind hier sozusagen nur geparkt", schmunzelt der Landwirt und Geschäftsführer des Altenhilfezentrums aus Nordkirchen. Denn eigentlich stammen sie aus einem Gehege in Nordkirchen, sorgten dort für Erbauung der Bewohner des Altenzentrums. Sie mussten dort einem neuen Platzhirschen weichen, der zu Zuchtzwecken angeschafft wurde.Hirschkühe kommen hinzu

Auf dem Gehege an der L 844 hat Kappenberg gleichzeitig einen kleinen Teich ausheben lassen, dort überwintern Fische, die ebenfalls aus Nordkirchen nach Ascheberg umgesiedelt wurden. Nicht mehr lange werden die vier Hirsche an der L 8 44 ein reiner Männerclub bleiben, Kappenberg plant, dort zwei Hirschkühe hinzu zu gesellen - so kurz vor der Brunft. "Da bekommen die Ascheberger dann was zu hören", ist sich Kappenberg sicher.

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