Noch ist die Lüdinghauser Straße autofrei, in der vorletzten Septemberwoche soll sie aber wieder freigegeben werden. © Spiller
Lüdinghauser Straße Ascheberg

Das Ende naht: Freigabe der Lüdinghauser Straße in Ascheberg schon bald

„Wir brauchen die Strecke wieder“, sagt Chistian Scheipers vom Tiefbauamt der Gemeinde Ascheberg über die Lüdinghauser Straße. Denn es stehen schon weitere Projekte an.

Wenn alles glatt läuft, dann wird die Lüdinghauser Straße in der Woche vom 20. bis 26. September freigegeben. Nach knapp 7,5 Monaten Umbauarbeiten können Autofahrer dann wieder von der Sand- und der Raiffeisenstraße aus zwischen Ortskern und Industriegebiet hin- und herpendeln – und auch den Aldi und die Wohngebiete wieder ohne Einschränkungen erreichen.

Das bestätigte Christian Scheipers vom Ascheberger Tiefbauamt auf Anfrage. Die Asphaltierungsarbeiten sind abgeschlossen – sogar ein paar Tage früher als anberaumt. Daraufhin sei man mit den Restarbeiten gestartet, so Scheipers. Heißt unter anderem: Pflanzstreifen einrichten und Fußgängerwege und -überweg pflastern. „Das wird jetzt erst gemacht, weil da weiße Steine verbaut werden. Wenn da die Baufahrzeuge drüber fahren, habe ich da nichts von“, so Scheipers.

6 bis 8 Wochen Wartezeit auf 2 Lampenmasten

Unter anderem die kalte Witterung Anfang des Jahres hatte das Projekt Lüdinghauser Straße bereits 3 Monate vom ursprünglichen Zeitplan gekostet. Man arbeiten mit Hochdruck an diesen Nebenarbeiten, so Scheipers, insbesondere an der Freigabe des Übergangs zum Bügelkamp, da die Deckensanierung des Hoveloh bereits wartet. „Wir brauchen die Strecke wieder und sind da sehr im Zeitdruck.“

In maximal 3 Wochen soll die Lüdinghauser Straße aber erledigt sein. Da man gerade stark abhängig sei von Zuliefererfirmen und Materialien in der Pandemie schwer zu bekommen seien, soll die Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED sowie der Aufbau zweier zusätzlicher Lampen auf dem Fußgängerüberweg nach Freigabe der Straße realisiert werden. „Da wartet man 6 bis 8 Wochen auf 2 Lampenmasten“, macht Scheipers klar. Auch die Markierungsarbeiten inklusive Radschutzstreifen stehen noch aus – auch hier warte man auf die Firma.

Die Mittelinsel war unter anderem ein Anliegen des Seniorenbeirates, da die Lüdinghauser Straße an der Einmündung zur Sandstraße so breit ist, dass Senioren an der Stelle nicht schnell über die Straße kommen.
Die Mittelinsel war unter anderem ein Anliegen des Seniorenbeirates, da die Lüdinghauser Straße an der Einmündung zur Sandstraße so breit ist, dass Senioren an der Stelle nicht schnell über die Straße kommen. © Spiller © Spiller

3 bis 4 Linden musste die Gemeinde entlang der Lüdinghauser Straße entfernen, sagt Scheipers. Einige standen etwa in den künftigen Zufahrten zum Hit. Dafür pflanze man 7 bis 9 nach, auch um den Alleencharakter der Straße wieder stärker herauszuarbeiten – vorher habe die Straße einige Baumlücken aufgewiesen. Dies soll zur Pflanzzeit im Herbst geschehen.

Die größte Überraschung für Gemeinde und Versorger waren wohl die zahlreichen Versorgungsleitungen, die unter der Lüdinghauser Straße verliefen, aber nirgendwo eingezeichnet waren. „Wir haben Leitungen an Stellen gefunden, wo wir sie nicht vermutet haben“, sagt Scheipers.

Ursprüngliche Kosten von 750.000 Euro werden wohl eingehalten

Aber auch der vordere Bereich der Sandstraße überraschte – mit einer zu dünnen Asphaltschicht. Im Kreuzungsbereich zur Lüdinghauser Straße wurde deshalb der ganze Asphalt ausgetauscht und wieder aufgebaut, während auf dem Rest der Strecke die neue Asphaltschicht auf die alte aufgetragen wurde. Das, so Scheipers, soll nun mindestens 40 Jahre halten. „Im Kreuzungsbereich fahren auch Schwerlastverkehr und Busse, das wollen wir nicht später nochmal aufmachen müssen.“

Die Fußgängerwege werden mit weißen Steinen gepflastert - das geschieht als einer der letzten Schritte, damit die Steine von den Baustellenfahrzeugen nicht verschmutzt werden.
Die Fußgängerwege werden mit weißen Steinen gepflastert – das geschieht als einer der letzten Schritte, damit die Steine von den Baustellenfahrzeugen nicht verschmutzt werden. © Spiller © Spiller

Und wie sieht es mit den Kosten aus? Anberaumt hatte die Gemeinde rund 750.000 Euro für die Baumaßnahme. Durch den Schwenk von Beton zu Stahl bei den Wurzelbrücken zum Schutz der Linden hatte man zwischenzeitlich 10.000 bis 15.000 Euro eingespart, so Scheipers. Nun kalkuliert er mit in etwa der Ausgangssumme. „Ich glaube, dass wir bei der Abrechnung keine bösen Überraschungen erleben werden. Wir werden sicher im kalkulierten Rahmen rauskommen.“ Auch wenn er 50.000 Euro mehr wegen unvorhersehbaren Ausgaben nicht ausschließen könne.

Dafür seien Posten wie der unterirdische Glascontainer, der auch wegen Protesten der Anwohner nicht mehr gebaut wurde, weggefallen. Hier hatte die Gemeinde die Standorte am Recyclinghof an der Industriestraße und an der Alte-Feld-Straße gegenüber der Rettungswache mit größeren Containern verstärkt.

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Über die Autorin
Redakteurin
Gebürtige Münsterländerin, seit April 2018 Redakteurin bei den Ruhr Nachrichten, von 2016 bis 2018 Volontärin bei Lensing Media. Studierte Sprachwissenschaften, Politik und Journalistik an der TU Dortmund und Entwicklungspolitik an der Philipps-Universität Marburg. Zuletzt arbeitete sie beim Online-Magazin Digital Development Debates.
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Eva-Maria Spiller

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