Die Hoffnungen des Turnier-Chefs wurden erfüllt

Fazit zu Lenklar 2016

Langsam aber sicher verschwinden die stummen Zeugen der 36. Lenklarer Reitertage vom Hof der Familie Gripshöver: Die Aussteller, die Pagodenzelte, die Tribüne – nach und nach verschwindet, was nicht zum Alltag gehört, der nach elf aufreibenden Tagen jetzt aber wieder Einzug halten soll. Was bleibt, sind tolle Momente – und die Erinnerung an bemerkenswerte Leistungen und Reitsport auf hohem Niveau.

HERBERN

, 19.04.2016, 17:12 Uhr / Lesedauer: 2 min
Hausherr Lutz Gripshöver ist von dem bisherigen Veranstaltungsverlauf begeistert.

Hausherr Lutz Gripshöver ist von dem bisherigen Veranstaltungsverlauf begeistert.

Für Lutz Gripshöver, Hausherr und Gastgeber der Lenklarer Reitertage, waren es elf intensive Tage. Er hat viele Pferde gesehen, viel Zeit auf und am Abreitplatz verbracht, um unter anderem Oliver Schaal und seine Pferde auf die Prüfungen vorzubereiten. Er hat Gespräche geführt – und war immer ansprechbar. Für so ziemlich jeden Gast. Egal, ob Sportler, Zuschauer oder potenzieller Pferdekäufer. Sein Highlight sei der Finaltag gewesen, der von allem etwas bereit gehalten hätte, so der 44-Jährige.

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"Am Morgen sah es noch so aus, als ob es wettertechnisch schwierig werden würde. Dass wir am Ende das Glück hatten, dass es trocken geblieben ist, ist umso erfreulicher", sagte Lutz Gripshöver. Die Veranstaltung hätte auch bei Regen funktioniert. "Aber Regen drückt immer ein bisschen auf die Stimmung", so Gripshöver. Bei ihm als Veranstalter ebenso wie bei den Reitern und den Zuschauern.

Der Parcours des Großen Preises sei anspruchsvoll und selektiv gewesen. 48 Starter stellten sich der S***-Springprüfung. Nur neun zogen mit einer fehlerfreien Leistung ins Stechen ein. "Es ist eigentlich genau so gelaufen, wie ich es mir erhofft hatte", so Gripshöver. Sechs bis sieben Teilnehmer im Stechen waren sein Wunsch, aber "neun ist eine Superzahl", sagte Gripshöver.

Dass am Ende Toni Haßmann (RV Lienen) seinen zweiten Erfolg bei den Lenklarer Reitertagen feiern konnte, machte das Finale schließlich rund. Immerhin gehört Haßmann fast zur Familie Gripshöver. Er ist Patenonkel vom "kleinen Lutz". "Man muss der Familie Gripshöver dankbar dafür sein, was sie hier auf die Beine gestellt haben. Dieses Reitturnier mit diesem treuen Publikum ist etwas ganz Besonderes", sagte Haßmann nach seinem Triumph am Sonntagnachmittag. Und auch Gripshöver schätzt die Treue des Werner Publikums, das sich auch von drohendem Regen nicht abschrecken lässt.

Die Lenklarer Reitertage sind längst mehr als ein normales Reitturnier. Es ist im Laufe der Jahre ein Volksfest geworden. Ein Anziehungspunkt nicht nur für Reiterinnen, Reiter und Pferde-Experten. Sondern auch für Familien mit Kindern, deren Augen leuchten, wenn sie die Pferde und ihre Reiter durch die Parcours aller Schwierigkeitsgerade galoppieren und springen sehen. Und ihre Eltern schon jetzt fragen, wann denn endlich wieder dieses eine große Reitturnier ist...

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