Das Rote Kreuz und der Heimatverein Herbern ziehen in das Jochen-Klepper-Haus

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Im März ziehen das Deutsche Rote Kreuz und der Heimatverein in die Räumlichkeiten der evagelischen Kirche: Das Jochen-Klepper-Haus wird künftig intensiver genutzt.

von Marion Schnier

Herbern

, 22.12.2019, 16:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Aufbruchstimmung beim Deutschen Roten Kreuz (DRK) und dem Heimatverein Herbern: Seit 18 Jahren nutzen das DRK und der Heimatverein für ihre Treffen und Veranstaltungen das Haus Spüntrup. Nun kündigte die Vermieterin zum Juni 2020 wegen Eigenbedarf.

Seitdem sind die beiden Herberner Vereine gemeinsam mit Thomas Stohldreier aus dem Fachbereich Ordnung und Soziales der Gemeinde Ascheberg intensiv auf der Suche nach einer neuen Bleibe. Es gab verschiedene Objekte, die begutachtet wurden. Alle angeschauten Immobilien waren jedoch nur Kompromisse. Es gab sogar Überlegungen, ob eine Koppelung mit dem neuen Feuerwehrhaus im Industriegebiet Lindenstraße möglich wäre.

Die Suche hat ein Ende

Jetzt hat die Suche ein glückliches Ende gefunden: Zeitgleich suchte nämlich die Evangelische Kirche für das Jochen-Klepper-Haus eine Möglichkeit, um es mehr zu beleben. Dort trafen sich am Donnerstag, 19. Dezember, Bürgermeister Dr. Bert Risthaus, Thomas Stohldreier, Hans Krass vom DRK, Egon Zimmermann vom Heimatverein Herbern und Pfarrer Alexander Meese, um über die Vermietung des Jochen-Klepper-Hauses zu sprechen.

Das Rote Kreuz und der Heimatverein Herbern ziehen in das Jochen-Klepper-Haus

Das Jochen-Klepper-Haus wird zukünftig häufiger genutzt. © Marion Schnier

Sechs Gebäude besitzt die Evangelische Kirchengemeinde, die laut Meese nicht alle voll genutzt werden. Das Jochen-Klepper-Haus ist mit 25 Jahren das neueste Gebäude. Es wird selten genutzt, da nebenan in der Kirche weitere Räume sind. „Als wir hörten, dass zwei große Vereine neue Räumlichkeiten suchten, war es sofort klar, dass wir hier zusammenkommen können“, erzählt Meese.

Genug Platz für alle im Jochen-Klepper-Haus

„Unser aller Ziel ist es, dass Menschen sich hier begegnen können. Uns strebt vor, nicht nur der Vermieter zu sein, sondern auch zu kooperieren und hier gemeinsames Leben zu schaffen“, fügt der Pfarrer hinzu.

Das Haus bietet je 180 Quadratmeter im Erdgeschoss und im Keller. Zusätzlich können der große Dachboden und die Küche genutzt werden. Es gibt einen behindertengerechten Eingang und entsprechende Toiletten.

Blutspendetermine könnten bald im Jochen-Klepper-Haus stattfinden

Hans Krass vom DRK freut sich: „Unsere 60 Kinder und Jugendlichen (JRK) stehen schon in den Startlöchern und können es kaum abwarten“. Genutzt wird das Haus von den verschiedenen DRK-Gruppen an fünf Tagen in der Woche. An den Wochenenden finden hier Lehrgänge statt.

Ob zukünftig in den neuen Räumlichkeiten die Termine für das Blutspenden stattfinden können, wird noch geklärt. Die Ehrungen für die Spender werden auf jeden Fall im Jochen-Klepper-Haus ablaufen.

Heimatverein bietet künftig eine Sprechstunde an

Auch der Heimatverein, der 530 Mitglieder zählt, war nach der Besichtigung der Räume sehr zufrieden. Die Bibliothek, die einen gewaltigen Schatz an plattdeutscher Literatur und Zeitungsausschnitten umfasst, bekommt hier einen würdigen Platz. Zusätzlich wird eine Sprechstunde eingerichtet. Für einen Bauerngarten finde sich laut Zimmermann jedoch zukünftig keine Möglichkeit mehr. Der Bisherige kann nicht erhalten bleiben.

Das Rote Kreuz und der Heimatverein Herbern ziehen in das Jochen-Klepper-Haus

Besichtigung des Kellergeschosses des Jochen-Klepper-Hauses © Marion Schnier

Vermietet wird ab dem 1. März 2020 für die nächsten acht Jahre. Danach kann der Vertrag verlängert werden. Die Kaltmiete und einen Teil der Nebenkosten übernimmt weiterhin die Gemeinde. Einige Überlegungen stehen noch in Bezug auf die Unterbringung des DRK-Fahrzeuges und eines Anhängers an. „Dafür wird sich auch noch eine Lösung finden“ versprach Stohldreier.

Keine Privatfeiern mehr im Jochen-Klepper-Haus

Bei Bedarf ist es der Kirche weiterhin möglich, die Räume zu nutzen. Private Feiern wird es hier nicht mehr geben. Andere Gruppen und Vereine haben immer noch nach Absprache die Möglichkeit der Nutzung. „Es ist für alle eine glückliche Lösung“, so Thomas Stohldreier.

„Ein tolles Weihnachtsgeschenk, was wir uns alle gegenseitig gemacht haben“, meint Pfarrer Meese.

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