Ehemaliges Modehaus Menninghaus: Abrissarbeiten starten und Fertigstellung rückt nach hinten

mlzUmbau Menninghaus

Die Bagger sind am ehemaligen Modehaus Menninghaus angerückt und knabbern Stück für Stück davon weg. Schon bald sollen hier barrierefreien Wohnungen stehen - doch es gibt Anlaufschwierigkeiten.

Herbern

, 31.01.2020, 17:51 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die ersten Teile liegen schon auf dem Boden, als der Bagger wieder mit seinem Greifarm am Freitag, 31. Januar, in die Fassade des ehemaligen Modehauses Menninghaus greift. Schon bald soll hier nicht mehr viel an das bisherige Gebäude an der Südstraße 15 erinnern, in dem bis Herbst 2019 noch ein Sozialkaufhaus untergebracht war.

Nur der vordere Baukörper soll stehen bleiben, die anderen beiden knabbert der Bagger in den kommenden Wochen Stück für Stück ab. Knapp drei Wochen plant Unternehmer Joachim Raguse für die Abrissarbeiten ein - denn Vorsicht ist gefragt.

Zentimeterarbeit mit Bagger am ehemaligen Modehaus Menninghaus

„Wir müssen auf die Anbauten auf beiden Seiten aufpassen“, sagt Raguse. Zentimetergenau müssen die Arbeiter also mit dem Bagger vorgehen, damit keine Schäden oder Setzrisse entstehen. Damit alles nach Plan läuft, hat Raguse sogar den Termin für die Fertigstellung nach hinten verschoben.

Anfang 2021 ist man wohl frühestens fertig. Zunächst peilte man diesen Termin als Worst-Case an und hoffte auf Ende 2020.

Auf mehr als 1000 Quadratmetern Wohnfläche sollen zwei Wohngruppen für Pflegebedürftige entstehen - und Platz für insgesamt 12 Personen bieten. Zusätzlich sind fünf separate barrierefreie Wohnungen geplant - drei im Dachgeschoss und zwei im Souterrain.

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„Wir hatten planungstechnisch noch Dinge zu klären“, sagt Raguse. Weil das Gebäude, das stehen bleibt, auf dem alten aufgebaut wurde, musste ein Statiker noch einmal die Schnittstellen überprüfen, um zu schauen, wie weit man das Gebäude abreißen darf, und was stehen bleiben muss.

„Jetzt ist alles geklärt“, sagt Raguse zum Abrissstart am Freitag. Seit 8 Uhr haben die Bauarbeiter an dem Gebäude gearbeitet. Doch es gab Anlaufschwierigkeiten.

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Abrissarbeiten am ehemaligen Modehaus Menninghaus

So liefen die Abrissarbeiten am ehemaligen Modehaus Menninghaus in Herbern.
31.01.2020
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Die ersten Schritte auf dem Weg zu neuen barrierefreien Wohnungen an der Südstraße sind gemacht. Die Abrissarbeiten haben am ehemaligen Modehaus Menninghaus begonnen.© Mario Bartlewski
Die ersten Schritte auf dem Weg zu neuen barrierefreien Wohnungen an der Südstraße sind gemacht. Die Abrissarbeiten haben am ehemaligen Modehaus Menninghaus begonnen.© Mario Bartlewski
Die ersten Schritte auf dem Weg zu neuen barrierefreien Wohnungen an der Südstraße sind gemacht. Die Abrissarbeiten haben am ehemaligen Modehaus Menninghaus begonnen.© Mario Bartlewski
Die ersten Schritte auf dem Weg zu neuen barrierefreien Wohnungen an der Südstraße sind gemacht. Die Abrissarbeiten haben am ehemaligen Modehaus Menninghaus begonnen.© Mario Bartlewski
Die ersten Schritte auf dem Weg zu neuen barrierefreien Wohnungen an der Südstraße sind gemacht. Die Abrissarbeiten haben am ehemaligen Modehaus Menninghaus begonnen.© Mario Bartlewski
Die ersten Schritte auf dem Weg zu neuen barrierefreien Wohnungen an der Südstraße sind gemacht. Die Abrissarbeiten haben am ehemaligen Modehaus Menninghaus begonnen.© Mario Bartlewski

Am Freitagmorgen konnte der Bagger noch nicht so loslegen, wie es eigentlich geplant war. Der Greifarm konnte nicht genug Kraft ausüben, um das Gebäude in seine Einzelteile zu zerlegen. Geduld war also gefragt, bis ein Mitarbeiter eintraf, der die nötigen Einstellungen vornehmen konnte.

Den neuen Zeitplan gefährdet das allerdings nicht. Sind die Abrissarbeiten in drei Wochen erledigt, soll es sofort weitergehen. Als nächstes stehen an der Südstraße Bodenarbeiten und die Errichtung des Rohbaus an, bevor dieser an das bestehende Gebäude angeschlossen werden soll.

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Im November hat Raguse bereits mit der Entkernung begonnen und damit dafür gesorgt, dass die Zahnarztpraxis im ersten Obergeschoss inzwischen „autark“ sei. Heißt: Es wurden separate Anschlüsse und Leitungen gelegt. Die Praxis soll schließlich auch nach dem Umbau weiter betrieben werden.

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