Emotionaler Abschied von Pfarrer Alfons Homölle

Kirche St. Lambertus

ASCHEBERG Wenn ein Geistlicher es schafft, nach 25 Jahren zu seinem Abschied genau so viele, wenn nicht sogar mehr Menschen, in der Kirche zu versammeln, wie bei seinem Antritt 1984, sagt das eine Menge über den Grad seiner Beliebtheit aus: Die Kirche St. Lambertus war extrem voll, als Pfarrer Alfons Homölle am Sonntag nach 25 Jahren Lebewohl sagte.

von Von Mareike Kneip

, 25.10.2009, 15:40 Uhr / Lesedauer: 1 min
Bürgermeister Dr. Bert Risthaus würdigte das Engagement des langjährigen Ascheberger Pfarrers.

Bürgermeister Dr. Bert Risthaus würdigte das Engagement des langjährigen Ascheberger Pfarrers.

Dechant Bernd deBaey rief zum Abschluss an den Gottesdienst die Verdienste von Pfarrer Homölle in Erinnerung. Er habe einen wesentlichen Beitrag zur Harmonie innerhalb der Gemeinde geleistet: "Mit seiner Freundlichkeit, Herzlichkeit, seinem Engagement sowie seiner Bereitschaft, sich selbst hineinzugeben, hat er die Gemeinde geprägt und dafür wollen wir herzlich danken." Mit diesen Worten rührte der Dechant den 67-jährigen Homölle zu Tränen und sorgte auch bei den Anwesenden für feuchte Augen. 

"Guten Kurs gefahren" Es war ein emotionaler Abschied. Nach dem gemeinsamen Gottesdienst, schloss sich ein Empfang im Pfarrheim sowie dem eigens aufgebauten Zelt an. Als nahezu erste Amtshandlung würdigte der neue Bürgermeister Dr. Bert Risthaus die langjährige Tätigkeit des Geistlichen: "Wir waren gemeinsam im Schiff, das sich Gemeinde nennt, auf großer Fahrt. Sie haben die Mannschaft in den letzten Jahren zusammengehalten und den Kurs bestimmt, auf dem niemand seekrank geworden ist oder eine Meuterei angezettelt hat. Es war ein guter Kurs und sie gehen nun von Bord eines komfortablen Kahns, der den kommenden Stürmen standhalten wird", lobte Risthaus.

In seiner Ansprache wies Karl-Georg Dartmann, Vorsitzender des Pfarrgemeinderates, auf den neuen Lebensabschnitt hin und wünschte Pfarrer Homölle für seinen weiteren Weg in Ahaus alles Gute. Dort tritt Pfarrer Homölle am 31. Oktober die Stelle des "Vicarius Cooperator" - oder wie Dartmann es frei übersetzte, seinen unruhigen Ruhestand, in der Kirchengemeinde St. Mariä Himmelfahrt, an.

"In Ahaus wird man froh sein, einen so vitalen und engagierten Cooperator zu bekommen", war sich Dartmann sicher. Der Vorsitzende des Pfarrgemeinderates überreichte dem beliebten Pfarrer zum Abschied ein von den Gremien, Vereinen und Gruppierungen der Pfarrgemeinde gemeinsam gestaltetes Fotoalbum zur Erinnerung. Einen Wunsch schloss Pfarrer Homölle noch an: "Bereitet meinem Nachfolger Carsten W. Frankens einen guten Empfang und setzt die Reise fort."

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