Leonard Krebs mit Mutter Anne Krebs. Er ist einer der neuen Fünftklässler an der Profilschule in Ascheberg und hat sich darauf gefreut, dass die Schule endlich wieder losgeht. © Carina Strauss
Profilschule Ascheberg

„Endlich sind die Kinder da” – Profilschule Ascheberg startet mit Präsenzunterricht

Das Leben kehrt zurück an die Schulen in NRW, auch an die Profilschule in Ascheberg. Schulleiter Jens Dunkel freut sich und erklärt, wie man sich auf den Neustart vorbereitet hat.

Schreiende Kinder, die auf dem Schulhof der Profilschule Ascheberg spielen, sich unterhalten und offensichtlich freuen, wieder in der Schule zu sein. Am Mittwoch (18. August) sieht es hier fast aus wie vor der Corona-Zeit mit einem kleinen Unterschied – viele der Schülerinnen und Schüler tragen Masken.

An der frischen Luft ist das allerdings nur bedingt notwendig, wie Schulleiter Jens Dunkel erklärt: „Auf dem Schulhof können die Masken auch abgesetzt werden, wenn genug Abstand gehalten wird.” Im Schulgebäude und auch in den Klassenräumen sei das Tragen der Maske aber nach wie vor notwendig, so Dunkel. „Die Kinder ziehen super mit und es hat sich schon so eingespielt.”

Fünftklässler der Profilschule Ascheberg eingeschult

84 Schüler starten am Mittwoch neu an der Profilschule Ascheberg. Während die Klassen 5 c und d gerade einen ökumenischen Gottesdienst in der Lambertus Kirche feiern, befinden sich die Schüler der Klassen 5 a und b schon in ihrer ersten Unterrichtsstunde. Einer von ihnen ist Leonard Krebs. Seine Mutter Anne Krebs wartet derweil auf dem Schulhof.

Nach der langen Corona-Zeit ist sie froh, dass die Schule in Präsenz starten kann. „Ich hoffe, dass das Bestand hat.” Leonard habe sich sehr auf den Neustart gefreut. „Seine Freunde bleiben bei ihm in der Klasse und beim Kennenlerntag vor den Ferien konnte er schon seine Lehrerin kennenlernen. Das hat den Druck rausgenommen”, so Anne Krebs.

Lehrerkollegium hat sich seit einer Woche vorbereitet

Während sie und andere Eltern auf ihre Kinder warten, werden sie von Guido Friese und Henrietta Königskötter vom Förderverein der Schule mit Kaffee und anderen Getränken versorgt. Doch der Förderverein hat sich auch etwas für die neuen Schüler einfallen lassen. Für jede Klasse gibt es eine Spielekiste. Außerdem bekommen die Schüler eine kleine Schultüte mit einem T-Shirt vom Förderverein mit ihrem Namen drauf.

Henrietta Königskötter (l.) und Guido Friese (r.) vom Förderverein begrüßten zusammen mit Schulleiter Jens Dunkel (Mitte) die neuen Schülerinnen und Schüler an der Profilschule Ascheberg.
Henrietta Königskötter (l.) und Guido Friese (r.) vom Förderverein begrüßten zusammen mit Schulleiter Jens Dunkel (Mitte) die neuen Schülerinnen und Schüler an der Profilschule Ascheberg. © Carina Strauss © Carina Strauss

Man ist also gut vorbereitet auf die neuen Schüler. Aber nicht nur das. „Das Lehrerkollegium ist seit einer Woche wieder an der Schule und wir haben uns in vielen Konferenzen auf den Start vorbereitet”, so der Schulleiter. Es sei keine Überraschung gewesen, dass das neue Jahr unter Corona-Bedingungen starte und man habe damit inzwischen viel Erfahrung gesammelt. „Wir sind froh, dass jetzt die Kinder endlich da sind und dass der Unterricht in Präsenz stattfinden kann. Das ist wichtig für die Kinder und das Lernen.”

„Lüftungsdienst” in den Klassen

Ein Gerät zur Luftreinigung gebe es derzeit nur in einem Raum an der Profilschule, der schlecht zu lüften sei. Alle anderen Räume seien aber gut zu lüften, erklärt der Schulleiter. „In allen Räumen gibt es CO2-Ampeln, damit rechtzeitig die Fenster geöffnet werden.” Dafür wurde bei der Profilschule neben dem normalen Tafel- und Ordnungsdienst ein „Lüftungsdienst” eingeführt, bei dem sich die Schüler um das Lüften der Räume kümmern. Außerdem gibt es Bewegungspausen für die Kinder und zwei Corona-Selbsttest in der Woche.

Henrietta Königskötter und Guido Friese vom Förderverein versorgten die wartenden Eltern mit Kaffee und anderen Getränken.
Henrietta Königskötter (l.) und Guido Friese (r.) vom Förderverein versorgten die wartenden Eltern mit Kaffee und anderen Getränken. © Carina Strauss © Carina Strauss

Und wie reagiert man auf die unterschiedlichen Lernstände, die bei den Schülern durch das lange Lernen zu Hause entstanden sein könnten? „Wir schauen uns genau an, wie ist der Lernstand und was steht in der Jahrgangsstufe an. Und dann wollen wir Brücken schlagen zwischen dem, was da ist und dem, was ansteht”, so Dunkel. Das sei aber nicht Neues. „Mit der Heterogenität der Schüler gehen wir jeden Tag um und stellen uns darauf ein.”

Für jedes Kind gab es eine Schultüte mit einem T-Shirt mit aufgedrucktem Namen.
Für jedes Kind gab es eine Schultüte mit einem T-Shirt mit aufgedrucktem Namen. © Carina Strauss © Carina Strauss

Nach dem Gespräch bereitet sich der Schulleiter zusammen mit dem Förderverein auf die Ankunft der Klassen 5 c und d vor. Auch sie werden natürlich ihre Schultüten mit den T-Shirts bekommen. Gleichzeitig kommt Leonard Krebs aus seiner ersten Schulstunde zurück zu seinen Eltern. Wie war es für ihn? „Gut”, sagt Leonard. Am Donnerstag darf er dann mit seinen neuen Klassenkameraden in den normalen Unterricht starten.

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