Förderausschuss beschließt Einzelhandelskonzept für Ascheberg und Herben

ASCHEBERG In gemeinsamer Sitzung berieten und beschlossen am Dienstagabend der Bau- und der Wirtschaftsförderungsausschuss das Einzelhandelsgutachten für die Gemeinde Ascheberg.

von Von Wolfgang Gumprich

, 25.03.2009, 15:56 Uhr / Lesedauer: 1 min
Förderausschuss beschließt Einzelhandelskonzept für Ascheberg und Herben

Das Einzelhandelsgutachten legt das Geschäftszentrum für Ascheberg und Herbern fest.

Im Grundsatz waren sich Aschebergs Politiker einig: Es gehe darum, das Ortszentrum Aschebergs als lebensfähig zu erhalten und zu entwickeln, wie es SPD-Fraktionsvorsitzender Harald Kastner es formulierte. Sein Kollege Hubertus Tillkorn (CDU) ergänzte: Der Strukturwandel im Einzelhandel sei nicht aufzuhalten, der demographische Faktor müsse unbedingt berücksichtigt werden. Da biete das Einzelhandelsgutachten einen guten Rahmen. Nur die FDP stimmte nicht ein: Peter Leyers fand den Rahmen, den dieses Konzept stecke, viel zu eng. Er verwies darauf, dass 30 Prozent Kaufkraftabfluss schon jetzt viel zu hoch sei, er befürchtet, dass er nach dem Beschluss für dieses Einzelhandelsgutachten noch größer werde. In gemeinsamer Sitzung berieten und beschlossen der Bau- und der Wirtschaftsförderungsausschuss das Einzelhandelsgutachten für die Gemeinde.Keine Investoren vergraulen Zuvor machte Diplom-Geograph Stefan Kruse vom Büro Junker & Kruse aus Dortmund den Politikern klar, dass sie mit einem Einzelhandelsgutachten keinen Investor vergraulen würden, denn alle anderen Kommunen hätten ähnliche Konzepte. Kruse wörtlich: "Sie sitzen nicht auf der Scholle, sondern in guter Gesellschaft". Das Einzelhandelsgutachten gebe einen Orientierungsrahmen vor und gebe Planungs-und Investitionssicherheit.Ortskern soll sich entwickeln Das Einzelhandelsgutachten legt das Geschäftszentrum für Ascheberg und Herbern fest, empfiehlt für Ascheberg als "bedeutendsten zentralen Versorgungsbereich" Einzelhandelsansiedlungen für Bekleidung und/oder Wäsche. Entwickeln könnte sich der Ortskern Ascheberg an der nördlichen Sandstraße und an der nördlichen Seite der Appelhofstraße. Weiter empfiehlt das Gutachten für den Ascheberger Ortskern, das gastronomische Angebot zu stärken, insbesondere mit Außengastronomie zur Belebung der vorhandenen Plätze rund um die Lambertuskirche.Außendarstellung stärken Die Geschäftsleute sollten ihre Außendarstellung als "erstes sichtbares Zeichen eines Geschäftes" durch Fassadengestaltung, Werbeanlagen, Sondernutzungen im Straßenraum sowie Schaufenstergestaltung stärken.

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