Forscherwerkstatt: Mysteriöse Flüssigkeit sorgt an Herberner Marienschule für Aufsehen

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Die Schüler der Marienschule staunten nicht schlecht, als sie Besuch von der Forscherwerkstatt der Profilschule Ascheberg bekamen. Die Forscher hatten einige interessante Experimente vorbereitet.

Ascheberg, Herbern

, 08.01.2020, 09:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Welches Lebensmittel ist am „sauersten“? Lässt sich ein Luftballon in einer Flasche aufpusten? Schafft es die Kugel in die Flasche? Diese und andere spannende Experimente zeigten die Schüler der Forscherwerkstatt von der Profilschule Ascheberg den Kindern der vierten Klassen der Marienschule in Herbern.

„Wir sind inzwischen zum dritten Mal hier“, so Lehrer Marcel Hake, der gemeinsam mit seiner Kollegin Iris König für die Forscherwerkstatt verantwortlich ist „Inzwischen kriegen wir sogar immer mehr Anfragen von anderen Schulen.“ In diesem Jahr haben sie bereits die Grundschulen in Ascheberg, Capelle, Südkirchen und Ottmarsbocholt besucht. Die Forscherwerkstatt gehört zum Bereich MINT (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik).

Sicheres Experimentieren will gelernt sein

Für Jeremy, Elvin, Tiagu, Julian, Lennard, Miles, Theo, Marius, Indrit, Hannes und Mia ist die Forscherwerkstatt nicht nur ein Schulfach, sondern tatsächlich spannend und sehr lehrreich. „Zu Beginn des Schuljahres lernen die Schüler erst einmal sicheres Experimentieren, bevor es an die verschiedenen Versuche geht“, sagt Marcel Hake. „Anschließend sucht sich jeder Schüler „sein“ Experiment aus und stellt dies zuerst seinen Mitschülern vor. Das Vorstellen an den Grundschulen ist dann schon sehr spannend und einige sind richtig aufgeregt.“

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Kleine Forscher unterwegs - So liefen die Experimente für Kids an der Marienschule

Die Schüler der Marienschule staunten nicht schlecht, als sie Besuch von der Forscherwerkstatt der Profilschule Ascheberg bekamen. Die Forscher hatten einige interessante Experimente vorbereitet.
07.01.2020
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Fleißig notieren sich die kleinen Forscher die Ergebnisse der verschiedenen Versuche.© Claudia Hurek
Julian zeigte den Viertklässlern wohin das Salz verschwindet.© Claudia Hurek
Fleißig notieren sich die kleinen Forscher die Ergebnisse der verschiedenen Versuche.© Claudia Hurek
Die Aula der Marienschule verwandelte sich am Dienstagvormittag in eine Forscherwerkstatt.© Claudia Hurek
Bei Tiagu lernten die kleinen Forscher, das schwarz nicht ausschließlich schwarz ist.© Claudia Hurek
Die kleinen Forscher konnten es gar nicht glauben, das aus einem schwarzen Kreis plötzlich ganz viele Farben werden.© Claudia Hurek
Mia (13) hat bei ihren Mitschülern als einziges Mädchen keinen schweren Stand.© Claudia Hurek
Bei Theo schafften es die Kids nicht, die kleine Kugel in die Flasche zu pusten.© Claudia Hurek

Mia (13), die sich als einziges Mädchen für die Forscherwerkstatt entschieden hat, liebt Experimente und für sie war einer der Gründe auch die Arbeit mit den Grundschülern. „Ich möchte später beruflich gerne etwas mit Kindern machen“, sagt sie und erklärt den Kids sehr geduldig was passiert, wenn Luft sich erwärmt.

„Für uns war in diesem Jahr die größte Herausforderung, dass einige unserer ausländischen Schüler noch nicht so gut Deutsch können“, erklärt Iris König. „Aber die machen das richtig gut.“

Pausenstation mit Oobleck-Flüssigkeit

Gemeinsam haben sich die Profilschüler eine sogenannte Pausenstation gewünscht, an der die Grundschüler den seltsamen Stoff Oobleck kennenlernen konnten. Oobleck hat die faszinierende Eigenschaft, hart zu werden, sobald Druck ausgeübt wird; sobald der Druck nachlässt, verflüssigt es sich wieder.

Dieses Experiment kann man ohne viel Aufwand und Kosten ganz einfach zu Hause ausprobieren. Einfach Speisestärke mit Wasser im Verhältnis 2:1 mischen und dann kann bereits fröhlich „rumgematscht“ werden. Der Name Oobleck ist im Übrigen einem amerikanischen Kinderbuch aus dem Jahr 1949 entnommen.

Mit Feuereifer füllen die Grundschüler ihre Laufzettel aus, auf denen sie notieren können, was sie erfahren haben und was sie besonders toll fanden. Zusätzlich erhält jeder einen Zettel mit den benötigten Materialien für das jeweilige Experiment und dem genauen Ablauf. Auch eigene Beobachtungen konnten hier notiert werden. Als kleines Dankeschön erhalten alle Schüler zum Abschluss eine Teilnehmerurkunde.

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