Früherer bosnischer U19-Keeper zum SV Herbern

Fußball

Fußball-Landesligist SV Herbern hat einen neuen Torwart verpflichtet. Robert Mikulic (23) wechselt mit sofortiger Wirkung vom Münsteraner B-Ligisten DJK SV Mauritz nach Herbern und soll den Konkurrenzkampf ankurbeln. Warum das ein B-Liga-Keeper bei einem Landesligisten schaffen soll, zeigt ein Blick in die Vita des Keepers - die hat es in sich.

HERBERN

, 09.02.2016, 18:47 Uhr / Lesedauer: 2 min
Robert Mikulic trainiert seit gut zwei Wochen mit der ersten Mannschaft des SV Herbern. Der ehemalige bosnische U 19-Nationalspieler wechselt mit sofortiger Wirkung aus der Kreisliga B zum Landesligisten.

Robert Mikulic trainiert seit gut zwei Wochen mit der ersten Mannschaft des SV Herbern. Der ehemalige bosnische U 19-Nationalspieler wechselt mit sofortiger Wirkung aus der Kreisliga B zum Landesligisten.

Dass der 23-Jährige zuletzt in der Kreisliga B zwischen den Pfosten gestanden hat, hat einen einfachen Hintergrund. Mikulic ist erst im September nach Deutschland gekommen. Zu einem Zeitpunkt, an dem die Kaderplätze der höherklassig spielenden Mannschaften bereits besetzt waren. Unter anderem hat Mikulic bei Preußen Münster II (Westfalenliga) vorgespielt. Und auch dort einen guten Eindruck hinterlassen.

Auch die Vita des Bosniers gibt ein Engagement in der B-Liga eigentlich nicht her. Mikulic war U19-Nationalspieler für Bosnien-Herzegowina, Ersatz-Torwart in der ersten bosnischen Liga, der Premijer Liga, und hat in 53 Partien der zweiten Liga (Prva Liga) auf dem Feld gestanden. Ein junger Mann mit Format. Das sehen auch die Verantwortlichen beim SV Herbern so. "Er war zum Probetraining bei uns - und wir waren relativ schnell überzeugt von ihm", sagte Herberns Sportlicher Leiter Frank Heidemann.

Die Verpflichtung des 23-Jährigen hat aber auch einen Abgang zur Folge. Robin Sonntag hat sich beim SV Herbern bereits abgemeldet. "Die Entscheidung hat mich wirklich überrascht", sagte Christian Bentrup, Coach des SVH. Er hatte einen Dreikampf zwischen Freitag, Sonntag und Mikulic erwartet. Um den Platz zwischen den Pfosten kämpft Mikulic also "nur" noch mit Sven Freitag. Freitag hat im bisherigen Saisonverlauf in elf Partien - also 990 Minuten - im Tor des SV Herbern gestanden. Bentrup hofft, dass sich die beiden Keeper gegenseitig anstacheln und sich so auch weiter verbessern. "Es sind zwei starke Keeper, die voneinander lernen können", so Bentrup.

Für Mauritz' Trainer Christopher Dunkel-Steinhoff kam der schnelle Abschied von Robert Mikulic nicht überraschend. "Dass er nicht zehn Saisons bei uns spielen würde, war uns vorher klar. In Herbern kann er regelmäßig trainieren und hat eine sportliche Perspektive", so der B-Liga-Coach. "Wenn du so einen Mann angeboten bekommst, kannst du nur schwer Nein sagen", sagte Heidemann. Den Kontakt zwischen Mikulic und dem SV Herbern hat Ivo Kolobaric, Trainer des Bezirksligisten SV Drensteinfurt, hergestellt.

Noch ein Mann für die Zukunft
Ebenfalls neu zum Kader des SV Herbern ist Florian Scholz in der Winterpause gestoßen. Er kommt von der SpVg Beckum (Bezirksliga). Laut Heidemann spielt der 19-Jährige sein erstes Seniorenjahr, habe aber "großes Potenzial".

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