Gemeinde Ascheberg muss Baupläne neu auslegen

Neubaugebiet Königsallee

90 Grundstücke sollen im neuen Baugebiet „Königsallee“ in Ascheberg entstehen. Dringend benötigte Grundstücke, wie nicht nur Bürgermeister Dr. Bert Risthaus in seinem Grußwort zum neuen Jahr betont hat. Doch nun muss die Gemeinde ihren Flächennutzungs- und Bebauungsplan neu auslegen.

ASCHEBERG

, 28.12.2016, 06:22 Uhr / Lesedauer: 2 min

Schon bei der vermeintlich finalen Entscheidung des Stadtrats zum Satzungsbeschluss für das Baugebiet im Oktober hatte Fachbereichsleiter Klaus van Roje erklärt, dass sich bereits rund 50 Bewerber gemeldet hätten – Tendenz steigend. Allerdings hatte sich die Gemeinde noch nicht festgelegt, ob sie das Baugebiet sofort komplett oder in zwei Teilabschnitten realisieren wird.

Der Quadratmeterpreis für das Bauland soll zwischen 155 und 165 Euro liegen. Und da die Verwaltung mit einer hohen Nachfrage rechnet, wandert der Blick bereits auf die nächsten freien Flächen Richtung Bahnhof. So weit der Plan. In der Realität ist die Bezirksregierung Münster, deren Zustimmung der letzte erforderliche Baustein für die Königsallee ist, auf die Bremse getreten: Der Flächennutzungs- und der Bebauungsplan müssen im Januar neu ausgelegt werden.

Erneute Veröffentlichung der Planungsunterlagen nötig

„Der Veröffentlichungstext zur ersten Offenlegung der Pläne habe nicht hinreichend auf den Inhalt der vorliegenden Umweltgutachten hingewiesen“, zitiert die Verwaltung in einer Pressemitteilung die Begründung der Bezirksregierung, die sich wiederum auf eine Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Münster bezieht. „Dieser formale Mangel könne nur durch eine erneute Veröffentlichung der Planunterlagen sowie eine erneute Beschlussfassung im Rat geheilt werden“, so die Verwaltung weiter. „Dieser Beschluss ist für den 16. Februar vorgesehen.“

Trotzdem rechnet Klaus van Roje nicht mit einer wesentlichen Verzögerung des Zeitplans. „Die Bezirksregierung prüft weiterhin den Inhalt des Flächennutzungs- und Bebauungsplans.“ Sollten hier keine weiteren Bedenken mehr erhoben werden, erwartet van Roje „unmittelbar nach dem Ratsbeschluss im Februar“ die Genehmigung. Parallel würden bereits die planerische Erschließung des Baugebiets durch die Tiefbauabteilung der Gemeindeverwaltung sowie die Ausschreibung der Tiefbauarbeiten vorbereitet werden.

Post für die Bewerber

Und auch die Interessenten, die ihr Haus an der Königsallee errichten wollen, bekommen Mitte Januar Post von der Gemeinde, um die eingereichten Bewerberdaten zu aktualisieren und zu bestätigen. „Anschließend werden die Daten gemäß den Vergaberichtlinien ausgewertet.“ Die Gemeinde hat ein Punktesystem entwickelt, über das die Interessenten bewertet werden. „Die Bewerber mit den höchsten Vergabepunkten werden dann zur Auswahl der Bauplätze eingeladen“, so van Roje.

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