Etwa 100 Kinder besuchte das Nikolaus-Team des Reit- und Fahrverein „von Nagel“ Herbern bei der Nikolausaktion. © Reit- und Fahrverein „von Nagel“
Nikolausaktion

Hausbesuche am Nikolaustag: Reitverein in Herbern beschenkt 100 Kinder

Statt eine festliche Veranstaltung in der Reithalle durchzuführen, musste sich der Reit- und Fahrverein von Nagel in Herbern wegen des Corona-Virus eine andere Nikolaus-Aktion einfallen lassen.

Wie viele andere Veranstaltungen in diesem Winter, ist auch die eigentliche Nikolausfeier des Reit- und Fahrvereins in Herbern wegen des Corona-Virus ausgefallen. Die Verantwortlichen haben sich trotzdem etwas einfallen lassen, um den Kindern im Verein am Nikolaustag eine Freude zu machen.

Hausbesuche statt zentraler Feier

Zusammen mit dem Landessportbund hat der Verein eine alternative, dezentrale Veranstaltung organisiert. „Nachdem unsere normale Feier wegen Corona ausfallen musste, haben wir uns überlegt, was man stattdessen machen kann. So sind wir auf die Idee mit den Nikolaustüten gekommen, die wir an die Vereinsmitglieder unter 15 Jahren verteilt haben. Das sind etwa 100 Kinder gewesen“, erklärt Geschäftsführerin Barbara Kümer. In den Tüten waren Süßigkeiten, Stutenkerle von der Werner Backwerkstatt von Julia Schulze Bisping, Spieleanleitungen, um die Corona-Zeit zu überbrücken und der klassische Schokoladen-Weihnachtsmann.

Am Nikolaus-Sonntag seien acht Vereinsmitglieder von 8 bis 12 Uhr damit beschäftigt gewesen, Hausbesuche bei den Kindern zu machen und die Geschenktüten zu verteilen. Die Route führte das Nikolaus-Team von Welver über Bockum-Hövel, Werne, Stockum, Horst, Capelle, Davensberg, Ascheberg und Herbern. „Es war eine tolle Aktion, die Kinder haben sich super gefreut. Wir haben viele Dankeschön an die Helfer erhalten“, zieht Barbara Kümer eine positive Bilanz.

Der Verein freue sich schon auf das nächste Jahr, wenn die Nikolausveranstaltung hoffentlich wieder im normalen Rahmen stattfinden kann. Denn eigentlich war eine festliche Veranstaltung in der Reithalle geplant. Diese finde immer am Sonntagnachmittag statt, es gebe Vorführungen der Voltigiergruppen und Reitkinder. Draußen vor der Halle werden Buden aufgebaut, bei denen sich die Besucher mit Kuchen, Würstchen und Glühwein versorgen können. „Und am Schluss kommt der Nikolaus in die Halle und verteilt die Geschenke“, erzählt Barbara Kümer.

Kein Training durch die Pandemie

Die Corona-Pandemie wirkt sich nicht nur am Nikolaustag auf den Reit- und Fahrverein aus. Der Reitsport gehört zu den Individualsportarten, hat daher eine besonderen Stellenwert und darf zum Wohle der Pferde ausgeübt werden. Es geht hier aber nicht um ein Training im klassischem Sinne, sondern um das artgerechte Bewegen der Pferde. Unterricht (auch Einzelunterricht) und Voltigieren ist laut dem Pferdesportverband Westfalen nicht erlaubt, heißt es auf der Website des Vereins.

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