Heimatfreund Theo Reimann verstorben

Trauer

HERBERN Die Gemeinde Ascheberg und vor allem die Herberner trauern um einen ihrer bekanntesten Mitbürger: Im Alter von 74 Jahren ist Theo Reimann verstorben. Der Landwirt, Politiker und Heimatfreund erlag am Montag einer schweren Krankheit.

von Von Rudolf Zicke

, 27.10.2009, 14:08 Uhr / Lesedauer: 2 min
Theo Reimann erlag am Montag im Alter von 74 Jahren seiner schweren Krankheit.

Theo Reimann erlag am Montag im Alter von 74 Jahren seiner schweren Krankheit.

Die Verdienste, die sich Theo Reimann um die Gemeinde erworben hat, sind kaum hoch genug zu bewerten. In all seinem Tun - egal ob als Politiker oder als Privatmann - stand das Wohl seiner Heimat und seiner Mitmenschen im Mittelpunkt.

Theo Reimann setzte sich von 1969 bis 1994 als CDU-Ratsherr und Mitglied des Haupt- und Finanz- sowie zahlreicher anderer Ausschüsse für die Gemeinde ein wie nur wenige; von 1985 bis 1989 war er stellvertretender Bürgermeister. Ferner war er in zahlreichen Institutionen und Vereinen aktiv: DRK, Jakobi-Brüderschaft, Viehverwertungsgenossenschaft...

Vorsitzender des Heimatvereins Herbern Aber: Wer Theo Reimann sagt, der denkt vor allem an den Heimatverein Herbern, dem er 1967 beitrat. Nach dem Ausscheiden aus der Politik übernahm er 1994 mit dem Vereinsvorsitz eine neue Aufgabe, der er sich voll und ganz widmete.

Der Heimatverein wuchs stetig, zählt inzwischen als größter Verein Herberns weit mehr als 500 Mitglieder und erwarb sich nicht zuletzt dank der Tätigkeit Reimanns als Kreisheimatpfleger und Heimatgebietsleiter über die Gemeindegrenzen hinaus einen excellenten Ruf.

Viele Projekte tragen Reimanns Handschrift, z.B. die Ausstellungen im Heimathaus und der Jakobsweg, der ihm ganz besonders am Herzen lag. Auch für den Erhalt der plattdeutschen Sprache setzte sich Theo Reimann engagiert ein. Damit sie nicht vollends verloren geht, führte er gemeinsam mit anderen Heimatfreunden Kinder und Jugendliche ans "Platt" heran und initiierte Lesewettbewerbe mit.

Skulptur "Frau mit Jück" zum 50-jährigen Bestehen Ein Höhepunkt waren sicher die Jubiläumsfeierlichkeiten zum 50-jährigen Bestehen des Heimatverein Herbern 2001. Damals wurde die Skulptur "Frau mit Jück" auf der Südstraße enthüllt, die auf eine Idee Reimann zurückgeht. Und wenn Reimann eine seiner vielen Ideen durchsetzte, dann nicht wie ein Münsterländer Sturkopf, sondern immer so, dass sich niemand vor den Kopf gestoßen fühlte.

"Theo Reimann", würdigte am Dienstag der stellvertretende Vorsitzende Josef Bernsmann den Verstorbenen, "hinterlässt im Heimatverein eine große Lücke, die kaum zu schließen sein wird."

Die Beisetzung beginnt am Donnerstag, 29. Oktober, um 14.15 Uhr in der Auferstehungskirche; anschließend ist das Seelenamt in St. Benedikt. Beten ist am Mittwoch um 19 Uhr in St. Benedikt.

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