Bänke mit Nummern: Im Notfall können sie das Leben von Radfahrern und Spaziergängern retten

Schildersystem

Der Heimatverein Herbern verfolgt ein Ziel: Er will die Bänke im Außenbereich mit Nummern markieren. In Nordkirchen hat dieses System bereits ein Menschenleben gerettet.

Ascheberg, Herbern

27.06.2019, 16:19 Uhr / Lesedauer: 1 min
Bänke mit Nummern: Im Notfall können sie das Leben von Radfahrern und Spaziergängern retten

© Budde/Heimatverein Herbern

Ähnlich wie in umliegenden Ortschaften sollen auch in der Gemeinde Ascheberg jetzt an Bänken im Außenbereich Notfallschilder angebracht werden. Auf diesen sollen neben der allgemeinen Notrufnummer 112 auch noch Nummerierungen stehen – zum Beispiel Herbern 013.

Diese Banknummer ist mit den entsprechenden Ortsangaben, Straßenbezeichnungen und Koordinaten in einer Liste hinterlegt, die den Rettungsdiensten vorliegt.

Der Vorteil: Wenn eine Person beispielsweise auf einer Radtour in der Nähe einer solch gekennzeichneten Bank gesundheitliche Probleme bekommt, kann sie die 112 wählen und auf Fragen zur Position „Herbern 013“ angeben.

Rettungskräfte können schneller vor Ort sein

Die Rettungswache kann dann anhand der Liste schnell den Standort identifizieren und die Einsatzkräfte sind somit zugleich schneller vor Ort. Das ist wichtig, denn im Notfall kann jede Minute entscheidend sein.

So konnte in Nordkirchen – dort wurde ebenfalls ein Notfall-Schildersystem installiert – bereits ein Menschenleben gerettet werden.

Alte Bänke sollen nach und nach ausgetauscht werden

Der Heimatverein Herbern wurde von der Gemeindeverwaltung um Mithilfe bei der Schilderinstallation gebeten und übernahm die Organisation. In den kommenden Tagen und Wochen werden die Schilder angebracht. Auch an Bänken, die eigentlich nicht zum Heimatverein gehören.

Da hier auch Privatleute im Außenbereich betroffen sind, wäre eine entsprechende Zustimmung wünschenswert. Gleichzeitig wurde der Bestand überprüft. Defekte Bänke sollen nach und nach durch Bankspenden ersetzt werden.

Erste Bank-Spender

Zu den ersten Spendern gehören die Volksbank Ascheberg-Herbern, die Sparkasse Münsterland Ost und die Wolfgang-Tietze-Stiftung. Der Heimatverein hofft auf weitere Spender.

Die Bänke stehen stabil auf einem Gestell. Sie werden von dem Bankbauer Bernhard Schriever aus Capelle hergestellt und die Kosten je Stück belaufen sich auf etwa 250 Euro.

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