Der lebendige Adventskalender in Herbern sucht Mitwirkende

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Die Herberner müssen trotz der Corona-Pandemie nicht auf ihren lebendigen Adventskalender verzichten. Die Veranstalter suchen jedoch noch Herberner, die ein Adventstürchen öffnen und planen.

von Charlotte Schuster

Herbern

, 10.10.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Hinter jedem Türchen eines Adventskalenders versteckt sich vom 1. bis zum 24. Dezember eine kleine Überraschung - meistens etwas Süßes oder ein kleines Geschenk. In Herbern wird ein ganz besonderer Adventskalender angeboten: Der lebendige Adventskalender.

Der Peru-Kreis St. Benedikt organisiert auch in diesem Jahr den lebendigen Adventskalender in Herbern. Hinter jedem der 24 Türchen versteckt sich eine Veranstaltung an einem bestimmten Ort im Dorf. Die Herberner kommen beispielsweise für ein gemeinsames Liedersingen oder für einen Gedichtvortrag an einem Fenster im Ort zusammen. Jede Veranstaltung dauert 20 Minuten und wird von unterschiedlichen Personen aus Herbern arrangiert.

„Es wird eine weihnachtliche Stimmung erzeugt und man kommt in der dunklen Jahreszeit mal raus“, sagt Reinhard Hartwig, ein Mitglied von dem Peru-Kreis St. Benedikt.

Mitwirkende am lebendigen Adventskalender werden gesucht

In den Jahren zuvor konnten sich die Herberner auf dem Kartoffelfest dazu eintragen, eine Veranstaltung des lebendigen Adventskalender zu planen. Dieses Jahr muss das Kartoffelfest aufgrund der Corona-Krise ausfallen.

Reinhard Hartwig ruft deshalb alle Interessierten dazu auf, sich bei ihm unter der Tel. (02599) 1487 als Mitwirkender anzumelden. Unter anderem können Einzelpersonen, Kindergärten, Familien oder auch Chöre ein Adventstürchen öffnen und vorbereiten. Kurz vor der Adventszeit wird dann ein Informationsblatt zu den täglichen Adventsaktionen erstellt und ausgehändigt.

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Die Corona-Krise hält die Organisatoren nicht auf

Natürlich seien die zu dem Zeitraum gültigen Corona-Bedingungen zu beachten, sagt Hartwig. Die Veranstaltungen sollen vorzugsweise unter freiem Himmel stattfinden. Die Vortragenden können zum Beispiel am Fenster oder vor der Tür stehen.

Die Besucher sollen die Abstandsregeln auch zur eigenen Sicherheit einhalten. Reinhard Hartwig empfiehlt auch, einen Mundschutz zutragen: „Man kann auch eine Geschichte hören, wenn man eine Maske auf hat.“

Zudem wird auch ausreichend Desinfektionsmittel zur Verfügung stehen.

Normalerweise kamen die Leute nach den Veranstaltungen noch zu einem geselligen Abend mit Glühwein und Plätzchen zusammen. Dieser Teil der Veranstaltung wird coronabedingt nicht stattfinden können.

Lebendiger Adventskalender war immer ein großer Erfolg

In den vergangenen Jahren war der lebendige Adventskalender in Herbern immer von Erfolg gekrönt. Er sei immer so beliebt bei den Bewohnern gewesen, dass bei vielen Veranstaltungen 30 bis 40 Leute zusammenkamen, berichtet Hartwig.

Besonders beliebt sei die Veranstaltung im Pferdestall der Familie Raguse gewesen. Auch die Autorin Jutta Richter aus Herbern habe großen Zuspruch bekommen. Sie hatte 2018 das 23. Türchen geöffnet und las aus ihrem Buch „Als ich Maria war“ vor.

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