In Deutschland werden etwa 15.000 Blutspenden pro Tag benötigt. © picture alliance / dpa
Gesundheitsversorgung

Höhere Beteiligung bei Blutspende in Ascheberg – dank dem Internet

Blutspenden sind nicht nur in Pandemie-Zeiten wichtig. Auch der Spender profitiert. Der DRK-Ortsverein Ascheberg-Davensberg hat mit Online-Terminreservierungen gute Erfahrungen gemacht.

Nordrhein-Westfalens Gesundheitsminister Karl Josef Laumann (CDU) hat am 19. November dazu aufgerufen, auch in den schwierigen Corona-Zeiten Blut zu spenden.
Dabei ist die Blutspende nicht nur in Pandemiezeiten wichtig. Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) geht davon aus, dass täglich 15.000 Blutspende-Dosen gebraucht werden. Der DRK-Ortsverein in Ascheberg und Davensberg hat kürzlich gute Erfahrungen gemacht – dank dem Internet.

Terminbuchung voller Erfolg

Denn am 17. und 19. November fanden die ersten Blutspende-Termine des DRK-Ortsvereins Ascheberg und Davensberg statt, bei denen Spender vorher online einen Termin buchen mussten. In Herbern war das schon vorher möglich. „Das hat wirklich sehr gut geklappt. Das kann ich jedem Ortsverein empfehlen“, sagt Willi Baumhöver vom DRK-Ortsverein, „im Vergleich zum letzten Termin haben wir 10 Prozent mehr Spender gehabt“.

Dabei seien für die zwei Blutspende-Termine Mitte November schon zwei Tage vor dem eigentlichen Termin „98 Prozent“ der Termine gebucht worden. Über das Onlineportal www.blutspendedienst-west.de können Spender den entsprechenden Ort eingeben und die Termine reservieren.

Lunchpaket statt Küche

Neue, durch Corona bedingte Regeln beim Blutspenden gebe es eigentlich nicht. „Natürlich wird im Vorfeld gefragt, ob sich jemand gesund fühlt und ob es irgendwelche Verbindungen zu Corona-Fällen gibt. Diese Menschen werden gebeten, kein Blut zu spenden. Wer aber vollkommen gesund ist, hat überhaupt keine Probleme, Blut zu spenden“, erzählt Willi Baumhöver.

Doch in einer Sache verändert die Pandemie den üblichen Ablauf. Normalerweise gebe es eine Küche mit Kaffee, Kuchen und anderen Sachen, erzählt Willi Baumhöver. Die muss wegen der Pandemie geschlossen bleiben. Jetzt bekomme jeder Spender ein Lunchpaket mit Keksen, Wasser und Schokolade. Diese würden sehr gut ankommen.

Spendebereitschaft hat zugenommen

Laut Baumhöver sei die Blutspendebereitschaft in den vergangenen Jahren zurückgegangen. Seit der Corona-Pandemie würden aber mehr Menschen Blut spenden. „Die Blutspende ist aber nicht nur in Corona-Zeiten wichtig, sondern immer. Blutkonserven fehlen überall. Der Ortsverein und die Blutspendeteams sind natürlich froh, dass wir viele Spender haben“, sagt er.

Dabei sei die Blutspende nicht nur für die Menschen, die die Spenden brauchen, eine tolle Sache. Auch für die Spender hat es einen Vorteil. „Die bekommen etliche Blutwerte untersucht. Wenn der Spender nach dem Spendetermin nichts hört, kann er davon ausgehen, dass seine Blutwerte in Ordnung waren“, erklärt Willi Baumhöver vom DRK-Ortsverein Ascheberg.

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