Die Impfaktion des Kreises Coesfeld am Weingarten in Ascheberg verlief erfolgreich. Insgesamt 35 Impfungen wurden innerhalb der zweieinhalb Stunden verzeichnet. Sebastian Roters kam extra aus Bulden zum Impfen nach Ascheberg. © Elvira Meisel-Kemper
Impfaktion in Ascheberg

Impfen und Wein trinken? Impfaktion am Weingarten in Ascheberg verlief erfolgreich

Impfen am Weingarten: Der Kreis Coesfeld bot am Samstag Impfungen in Ascheberg an. Nebenan hatte die Kolpingsfamilie ihren Weingarten geöffnet. Beide Angebote wurden unabhängig voneinander genutzt.

Impfen oder Weingarten? Schon bei der Ankunft im Schatten des Lambertikirchturms in Ascheberg fragte Monika Humpert, ob die Besucher zum Impfen oder in den Weingarten wollten. „Da muss man schon gucken, wer wohin möchte“, erklärte die Verantwortliche vom Deutschen Roten Kreuz des Kreises Coesfeld. Denn die Eingänge zu beiden Angeboten lagen nebeneinander und wurden unabhängig voneinander genutzt. Zusammen mit Benedikt Kaenders, Impfzentrum Kreis Coesfeld, lotste sie die Besucher zum Impfen oder zum Weingarten.

Schon kurz vor 16 Uhr, als die Impfaktion startete, standen einige impfwillige Personen in Wartestellung. Im Angebot waren alle vier zugelassenen Impfstoffe nach freier Wahl. Und man konnte sich sogar die Zweitimpfung dort abholen. 13 Personen ließen sich Johnson & Johnson spritzen.

Monika Humpert und Benedikt Kaenders sorgten für einen reibungslosen Ablauf bei der Impfaktion.
Monika Humpert und Benedikt Kaenders sorgten für einen reibungslosen Ablauf bei der Impfaktion. © Elvira Meisel-Kemper © Elvira Meisel-Kemper

11 Mal wurde Biontech zum ersten Mal und weitere 11 Mal als Zweitimpfung verabreicht. Moderna wurde zumindest angefragt, aber nicht gespritzt. Nach Astrazeneca fragte kein Impfwilliger, bestätigte Heinz Ringelkamp vom DRK Kreis Coesfeld. Er nahm mit einem Kollegen die ausgefüllten Anmeldebögen entgegen im Jugendraum.

35 Personen lassen sich in Ascheberg impfen

Kaenders und Humpert waren auch bei den Impfaktionen in Davensberg (32 Impfungen), Herbern (39) und in der Profilschule in Ascheberg (153) dabei. „Das Impfangebot wird auch hier gut angenommen“, bestätigte Kaenders. Der Kreis stellte dafür den Einsatzleitwagen der Feuerwehr des Kreises Coesfeld zur Verfügung. In ihm hatte man Kühlschränke aufgestellt für die Impfstoffe. Und dort zog Nils Boekmann, gelernter Krankenpfleger und für die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe im Einsatz, die Spritzen mit den gewünschten Impfstoffen auf.

Sebastian Roters (38) kam Zum Impfen extra aus Buldern nach Ascheberg. Eine Bekannte seiner Mutter hatte ihn auf die Aktion aufmerksam gemacht. „Als Lagerist habe ich zurzeit sehr viel zu tun. Bisher hatte ich keine Zeit, mich impfen zu lassen. Ich möchte mich mit Johnson & Johnson impfen lassen. Dann brauche ich nur einmal geimpft werden“, so Roters.

Johannes Terhorst (26) und Sabrina Hülsmann (27) haben sich in Ascheberg impfen lassen.
Johannes Terhorst (26) und Sabrina Hülsmann (27) haben sich in Ascheberg impfen lassen. © Elvira Meisel-Kemper © Elvira Meisel-Kemper

Auch Johannes Terhorst (26) aus Ascheberg ließ sich mit Johnson & Johnson impfen, allerdings aus ganz anderen Gründen. Er fährt exakt 14 Tage nach dieser Spritze mit Freunden nach Kroatien in den Urlaub: „Meine Freunde sind schon durchgeimpft. Sie überredeten mich dazu, mich heute impfen zu lassen. Bisher hatte ich keine Zeit dazu.“

Sabrina Hülsmann (27), ebenfalls aus Ascheberg hat sich für die Erstimpfung mit Biontech entschieden: „Ich denke, das ist das Beste für mich.“ Allen drei frisch Geimpften ging es blendend nach der Impfung.

Und Ringelkamp lockte zusätzlich: „Das ist doch nur ein Piks. Das spüren sie weniger als einen Mückenstich. Eine große Impfakzeptanz ist wichtig, damit wir hoffentlich bald wieder zum normalen Leben zurückkehren können.“ 35 Personen nutzten das Impfangebot an diesem Nachmittag.

Über die Autorin
Freie Journalistin
Elvira Meisel-Kemper ist freie Kunsthistorikerin und Journalistin. Sie hat Erfahrung als Autorin, Kunstvermittlerin, Projektbegleiterin und in der Fotografie. Der Schwerpunkt ihrer Tätigkeiten liegt in der Kunstszene des Münsterlandes.
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