Infoveranstaltung zur Profilschule: „Positives Gefühl hat eine Delle bekommen“

mlzKommentar

Die Infoveranstaltung für die Profilschul-Pläne kam bei den Anwohnern nicht gut an. Das positive Gefühl für das Projekt hat eine Delle bekommen, meint RN-Redakteur Mario Bartlewski.

Herbern, Ascheberg

, 23.01.2019, 17:35 Uhr / Lesedauer: 1 min

Was passiert dort, wo ich lebe? Genau bei dieser Frage möchten Menschen gehört werden, ihre Sorgen mitteilen und mitreden - weil sie es sind, die täglich mitbekommen, was los ist.

Mit der Infoveranstaltung zu den Plänen rund um die Profilschule wollte die Ascheberger Politik genau das berücksichtigen. Doch der gut gemeinte Versuch entpuppte sich am Dienstag als Eigentor.

Das Problem: Die Veranstaltung war weder Fisch noch Fleisch - und die Politik hat sich damit beim Bürger ein Stück weit unglaubwürdig gemacht.

Eine Infoveranstaltung hätte für die Besucher Sinn ergeben, wenn sie nicht vor vollendete Tatsachen gestellt worden wären. So gehen sie frustriert nach Hause. Mit dem Gefühl, nicht gehört worden zu sein.

Mehr Fingerspitzengefühl gefragt

Natürlich werden Politiker gewählt, um stellvertretend Entscheidungen zu treffen - doch dann darf man nicht mit einer solchen Veranstaltung das Gefühl der Mitwirkung beim Bürger wecken.

Das positive Gefühl, das die gut durchdachten Planungen und Visionen der Architekten geweckt haben, hat durch die inkonsequente Entscheidung eine Delle bekommen. Es bleibt zu hoffen, dass die große Möglichkeit, die sich Herbern bietet, zukünftig mit mehr Fingerspitzengefühl vermittelt wird.

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