Ob die Jacobi-Kirmes in diesem Jahr stattfinden kann, ist weiterhin offen. © (A) Claudia Hurek
Jacobi-Kirmes in Ascheberg

Jacobi-Kirmes: „3 Tage vorher kriegen wir das nicht mehr geregelt“

Noch mit ein wenig Hoffnung war Kirmesorganisator Rolf Kehrenberg in das neue Jahr gestartet. Doch derzeit stehen die Zeichen nicht gut für die Jacobi-Kirmes. Alles was geht ist: warten.

Vom 31. Juli bis 3. August soll die Jacobi-Kirmes in Ascheberg stattfinden, nachdem sie der Corona-Pandemie im vergangenen Jahr bereits zum Opfer gefallen ist. Dass das in diesem Jahr wieder passieren könnte, ist nicht auszuschließen. Eher wahrscheinlich. „Veranstaltungen wie Schützenfeste sind weiterhin untersagt, dementsprechend müssen wir abwarten. Aber der gesunde Menschenverstand spricht eigentlich dagegen“, sagt Rolf Kehrenberg, Fachgruppenleiter im Ordnungsamt der Gemeinde, der sich seit 1992 um die Organisation der Kirmes kümmert.

„Wir haben Bewerbungen entgegengenommen, aber das war es“, sagt Kehrenberg weiter. Natürlich habe er im Hinterkopf schon eine Vorauswahl getroffen, sagt der Fachgruppenleiter. Verträge seien aber noch nicht verschickt worden. Denn man wolle sich rechtlich auch nicht auf dünnes Eis begeben. „Wir haben niemandem abgesagt oder zugesagt. Das werden wir zu gegebener Zeit machen. Dann würde ich die Verträge losschicken.“

Auch er habe keinen besseren Draht nach Düsseldorf, so Kehrenberg

Nur wann das der Fall sein wird, steht derzeit noch in den Sternen. „Da muss man mit den Leuten für die Infrastruktur sprechen, vorwiegend wenn es um Strom geht. Die brauchen mindestens eine Woche Vorlaufzeit. Drei Tage vorher muss keiner sagen: ‚Kann losgehen‘. Das kriegt man dann nicht mehr geregelt.“

Eine Entscheidung, ob die Jacobi-Kirmes stattfinden könne, könne nur die entsprechende Coronaschutzverordnung fällen. Doch zu Kirmessen stehe dort derzeit noch nichts drin. „Wenn man jedem sagen muss ‚Keine Ahnung, warten wir mal ab‘, das nimmt einem nicht jeder ab.“ Einen besseren Draht zum Ministerium habe er auch nicht, so Kehrenberg.

Schön wäre es, wenn sich das Ministerium in Sachen Großveranstaltungen länger festlegen würde. „Zum Beispiel, dass im ersten Halbjahr keine Großveranstaltungen stattfinden können. Dann könnte man fürs zweite Halbjahr schauen.“ Oder wenn jeder bis Sommer ein Impfangebot habe, dass dann die Sicherheit bestehe, dass bis Herbst mit keiner Großveranstaltung zu rechnen sei. Wenn ab dem 1. Juli das grüne Licht für die Jacobi-Kirmes käme, dann „müssen wir es versuchen, ob es funktioniert“, sagt Kehrenberg. Nur etwas Halbgebackenes mache auch keinen Sinn.

„Wie kurzfristig das alles klappt, ist noch offen. Da muss man in der Tat 120 Gespräche führen.“ Denn die Schausteller könnten dann ja beispielsweise auch im Urlaub sein, so Kehrenberg. In Münster, wo an diesem Wochenende der Send stattgefunden hätte, hätten einige Schausteller beruflich umgesattelt. Entsprechend sei da auch die Frage, ob einige Schausteller überhaupt verfügbar seien.

Über die Autorin
Redakteurin
Gebürtige Münsterländerin, seit April 2018 Redakteurin bei den Ruhr Nachrichten, von 2016 bis 2018 Volontärin bei Lensing Media. Studierte Sprachwissenschaften, Politik und Journalistik an der TU Dortmund und Entwicklungspolitik an der Philipps-Universität Marburg. Zuletzt arbeitete sie beim Online-Magazin Digital Development Debates.
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Eva-Maria Spiller

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