Kampf gegen Eichenprozessionsspinner: Gemeinde Ascheberg gibt mehr Geld aus

Schädlingsbekämpfung

Nun beginnt das Stadium, in dem sich die giftigen Brennhaare der Eichenprozessionsspinner ausbilden. Die Gemeinde Ascheberg wappnet sich im Kampf gegen die Raupen - mit höheren finanziellen Ausgaben.

Werne

, 20.05.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Die Eichenprozessionsspinner beginnen nun, ihre giftigen Haare auszubilden. Deshalb hat die Gemeinde Ascheberg bereits eine Schädlingbekämpfungsfirma damit beauftragt, sensible Bereiche vorbeugend zu behandeln.

Die Eichenprozessionsspinner beginnen nun, ihre giftigen Haare auszubilden. Deshalb hat die Gemeinde Ascheberg bereits eine Schädlingbekämpfungsfirma damit beauftragt, sensible Bereiche vorbeugend zu behandeln. © Jörg Heckenkamp (A)

Die Saison der Eichenprozessionsspinner hat begonnen. Wie aus den Vorjahren bereits bekannt, sind vielerorts auch nun wieder die kleinen Raupen an den Bäumen zu sehen. In der Gemeinde Ascheberg wappnet man sich gegen die Raupen und gibt dafür mehr Geld als bislang aus.

Mit den steigenden Temperaturen bilden die Raupen nun ihre Brennhaare aus, die bei Menschen allergische Reaktionen hervorrufen können. Bereits frühzeitig hatte die Gemeinde Ascheberg rund 150 Nistkästen zur Ansiedlung der natürlichen Fressfeinde aufgehängt und die Schädlingsbekämpfungsfirma Angelkort aus Herbern damit beauftragt, sensible Bereiche wie Schulhöfe, Kindergärten sowie Spiel- und Sportplätze prophylaktisch zu behandeln. Diese Vorsorge ist bereits abgeschlossen, teilt die Gemeinde Ascheberg mit.

Vorbeugende Maßnahmen an öffentlichen Plätzen in Ascheberg

Auch stark frequentierte öffentliche Bereiche, die sich im gemeindlichen Eigentum befinden, wurden prophylaktisch behandelt: der große Prozessionsweg, das Schwake Pättken und die Königsallee sowie der Friedhof und die Festwiese in Ascheberg, die Burgstraße und das Burgturmgelände in Davensberg sowie der weiträumige Bereich am und um den Friedhof in Herbern.

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Sollten in diesen sensiblen Bereichen trotzdem Nester des Eichenprozessionsspinners entstehen, wird die Gemeindeverwaltung eine Fachfirma mit der Durchführung weiterer Maßnahmen beauftragen.

15.000 Euro für den Kampf gegen den Eichenprozessionsspinner

Um diese Vorsorge- und Schutzmaßnahmen zu finanzieren, sind für das Jahr 2020 zusätzlich 15.000 Euro im Haushalt eingeplant, wie die Gemeinde beschlossen hat. Schon in den Jahren 2018 und 2019 habe man 15.000 Euro für die Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners in der Gemeinde ausgegeben, erklärte Christian Scheipers von der Stadtverwaltung im Herbst 2019.

Nun ruft die Gemeindeverwaltung die Bürger auf, weitere Stellen, an denen sich Eichenprozessionsspinner zeigen, zu melden. Wer an öffentlichen Bäumen Nester entdeckt, kann diese mit einer möglichst genauen Ortsbeschreibung und wenn möglich mit Fotos in der Tiefbauabteilung der Gemeindeverwaltung melden unter Tel. (02593) 609-3333 oder per E-Mail an EPS@Ascheberg.de.

Gemeinde kümmert sich nicht um Nester auf privatem Gelände

Die Gemeinde wird jeden Hinweis prüfen. An den mitgeteilten Standorten werden die Mitarbeiter des Bauhofs bei Bedarf Warnschilder aufhängen. Wenn nötig, sperren sie auch einzelne Bereiche ab und prüfen, ob eine Entfernung weiterer Raupennester durch Fachfirmen notwendig und möglich ist, teilt die Gemeindeverwaltung mit.

Die Gemeinde kümmert sich um die Beseitigung der Nester an Bäumen der Gemeinde, auf privaten Gelände ist der Eigentümer verantwortlich.

Am Friedhof in Herbern wurden prophylaktisch Bäume behandelt, um sich vor dem Eichenprozessionsspinner zu wappnen.

Am Friedhof in Herbern wurden prophylaktisch Bäume behandelt, um sich vor dem Eichenprozessionsspinner zu wappnen. © Till Goerke (A)

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