Heiligenfiguren in Katharinenkapelle werden nach Zerstörung restauriert

mlzHeimatpflege in Herbern

Vor einigen Jahren wurden die Heiligenfiguren aus der Katharinenkapelle Opfer von Vandalismus. Nun tut sich etwas an der Kapelle. Nicht nur die zerstörten Figuren werden restauriert.

Herbern, Ascheberg

, 03.08.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es ist einfach unerklärlich, was in den Köpfen von Menschen vorgehen muss, die mutwillig Dinge zerstören, die nicht ihnen gehören. Selbst vor Heiligenfiguren machen diese Menschen keinen Halt. Einer solchen dummen Handlung fielen vor einigen Jahren auch die Mutter Anna mit Tochter Maria in der Katharinenkapelle an der Ascheberger Straße/Ecke Siepen zum Opfer.

Seinerzeit war die kleine überdachte Wegkapelle nur mit einem halbhohen Tor versehen. In blinder Zerstörungswut schlug man beiden Figuren die Köpfe und die Arme ab und ließ sie zum Glück an Ort und Stelle liegen. Viele Jahre nun lagen diese Teile bei Steinmetz Andreas Fabritius.

Finanzspritze für die Restaurierung

Dort stöberte Reinhard Hartwig, Vorsitzender der Bürgerstiftung Ascheberg, die Figurenteile auf. „Das brachte mich auf die Idee, bei der Bezirksregierung Münster einen Antrag auf einen Heimat-Scheck zu stellen“, sagt Hartwig.

Mit den fünf Elementen Heimat-Scheck, Heimat-Preis, Heimat-Werkstatt, Heimat-Fonds und Heimat-Zeugnis fördert die Landesregierung mit rund 150 Millionen Euro bis 2022 die Gestaltung der Heimat vor Ort in Städten und Gemeinden. „Da musste ich schon ganz schön für kämpfen; aber nun haben wir einen Heimat-Scheck über 2000 Euro erhalten, den wir für die Restaurierung der Figur und des Gebäudes nutzen“, erklärt Hartwig.

Figuren aus Katharinenkapelle stammen aus dem 19. Jahrhundert

Das kleine halboffene Gebäude der Kapelle wurde in den 60er-Jahren erbaut. Die Sandsteinfigur ist allerdings schon bedeutend älter. Die Figur wird Eva Möllenkamp aus Capelle direkt vor Ort restaurieren. „Die Figur muss erst einmal gereinigt werden“, so Möllenkamp, die seit über 20 Jahren als Diplom- Restauratorin selbständig arbeitet.

„Mutter Anna und Tochter, die aller Voraussicht nach aus dem 19. Jahrhundert stammen, waren ursprünglich farbig. Dann hat man sie irgendwann einmal abgebeizt, was ich persönlich sehr schade finde.“ Einige wenige Farbreste sind an manchen Stellen noch vorhanden und sollen auch so erhalten bleiben.

Bürgerstiftung ruft zu Spenden auf

Gleichzeitig mit der Restaurierung der Figur wird das Gebäude von der Firma Ewald Gausepohl aufgefrischt. Damit die kleine Kapelle bald schon in neuem Glanz erstrahlen kann und beide Figuren sich endlich wieder in den Armen halten können, werden noch Spenden benötigt.

Wer hier helfen möchte, kann dies mit einer Spende an die Bürgerstiftung Ascheberg unter dem Verwendungszweck „Katharinenkapelle“ tun. „Die 2.000 Euro vom Heimat-Scheck helfen hier schon deutlich weiter aber reichen leider noch nicht ganz aus“, erklärt Reinhard Hartwig.

  • Weitere Informationen zur Restaurierung gibt es unter www.buergerstiftung-ascheberg.de
  • Spenden mit dem Verwendungszweck „Katharinenkapelle“ sind möglich an folgende Bankverbindungen: Sparkasse Westmünsterland; IBAN: DE26 4015 4530 0037 6447 05; BIC: WELADE3WXXX oder Volksbank Ascheberg-Herbern; IBAN: DE73 4006 9601 0011 0040 00; BIC: GENODEM1CAN
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